Auf Einladung der SPD Tiergarten Süd und Kreuzberg 61

Webtalk über die Situation des Parks

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Gastbeitrag von Hannes Koch

Für einen offenen Gleisdreieck-Park

In diesem Sommer 2020 hat sich ein Konflikt entwickelt, der die Gemüter rund um den Gleisdreieck-Park erhitzt. Vor allem an den Wochenenden finden dort nachts große und laute Partys statt, Parkeinrichtung wird beschädigt. Viele Anwohner:innen fühlen sich massiv gestört, eine Bürgerinitiative wurde gegründet. Teilweise ist die Forderung zu hören, den Park nachts abzuschließen. Weiterlesen

 

Drei Stufen

Paradebeispiel für gelungene Bürgerbeteiligung in Tempelhof-Schöneberg

Nun ausnahmsweise mal ein anderes Thema als nächtlicher Vandalismus im Park. Hier geht es um den Umbau des westlichen Vorplatzes zu den Yorckbrücken, eine Maßnahme, die mit Kooperation aller Beteiligten zu einer gut durchdachten Lösung führt und das Leben in der Stadt angenehmer macht? Oder eine andere Art von Vandalismus, ein Vandalismus der von Amtswegen sanktioniert ist, der wohlgestaltet daherkommt und deswegen von Außen nicht sofort also solcher zu erkennen ist? Weiterlesen

 

Reaktionen auf die nächtlichen Partys

Mehr Polizei, mehr Ordnungsamt, mehr Reinigungszyklen und ein großer Kronkorken

In Hamburg wird in bestimmten Stadtteilen der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen verboten, in Frankfurt steht der Opernplatz unter nächtlicher Aufsicht der Polizei genauso wie der Königsplatz in Stuttgart. In Berlin sind es die Parks, die zu Brennpunkten, (manchmal im wörtlichen Sinne) der nächtlichen Partys wurden. Offensichtlich gibt es fundamentales, dringendes Bedürfnis der jungen Generation zusammenzukommen und zu feiern – trotz Corona nicht das Leben zu verpassen. Momentan nur möglich draußen, im öffentlichen Raum. Zu Partys gehört es oft auch über Strenge zu schlagen, Tabus zu brechen. Dies wiederum provoziert Gegenwehr. Weiterlesen

 

Neue Bürgerinitiative gegründet

Gemeinsam für das grüne Gleisdreieck

Am vergangenen Donnerstag gründeten rund 30 Personen eine neue Bürgerinitiative mit dem Namen „Gemeinsam im grünen Gleisdreieck“. Zusammengefunden haben sich die Gründungsmitglieder dank der Initiative von Beate K. Seifert, Anwohnerin in der Dennewitzstraße. Mit ihrem Aufruf „Schluss mit Partys, Vermüllung und mutwilligen Vandalismus im Gleisdreieckpark!“, für den nun Unterschriften gesammelt werden, hat sie die Betroffenen zusammengebracht. Weiterlesen

Partys im Park

Die Anwohner und den Park schützen und trotzdem Feiern – geht das?

Abend für Abend versammeln sich junge Leute im Park. In Gruppen von 20, 30 und manchmal noch mehr. Wer sie auf den Wiesen sitzen sieht, wird wohl etwas neidisch sein, nicht mehr dieser Generation anzugehören. Sich treffen unter freiem Himmel, quatschen, hören Musik, tanzen. Eine neue und wunderbare Art den Park zu nutzen, die in meiner Jugend so nicht üblich war. Da wurde eher in Räumen gefeiert. Es gab Open-Air-Festivals, (nicht immer) umsonst aber draußen, aber eben auch nicht in der Stadt. Der Besuch war mit einer mehr oder weniger großen Reise verbunden. Weiterlesen

 

Anwohner*innen werden aktiv

Unterschriftensammlung und Runder Tisch gegen Ballermann am Gleisdreieck

An vielen Stellen im Park hängen kleine Zettel mit der Überschrift „Schluss mit Ballermann im Gleisdreieckpark!“  Eine langjährige Anwohnerin aus der Dennewitzstraße hat die Initiative ergriffen und fordert den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und die Senatsverwaltung auf, endlich etwas gegen die nächtlichen Partys und die damit einhergehenden Verwüstungen und Zerstörungen zu unternehmen. Hier der Aufruf im Original: Weiterlesen

 

Nächtliche Exzesse

Ballermann im Gleisdreieck – nächtliche Schließung des Parks eine Lösung?

Das Gleisdreieck kommt nicht zur Ruhe. Wochenende für Wochenende wiederholt sich das Schauspiel. Junge Leute treffen sich zum Feiern, verabredet über soziale Netzwerke. Die Polizei wird gerufen wegen unerträglicher Lautstärke. Im Alkohol-Nebel eskaliert die Lage, Steine und Flaschen fliegen, die Polizei wehrt sich, setzt Reizgas ein, es kommt zu Platzverweisen und Festnahmen. Am Morgen danach ein Teppich von Scherben, hunderten von Trinkbechern, Pizzakartons und Schlimmeren. Die Mitarbeiter der Firmen, von Grün Berlin mit den Aufräumarbeiten beauftragt, sind den Tränen nahe, ebenso morgendliche Spaziergänger und Jogger. Wer später aufsteht, findet dagegen einen aufgeräumten und friedlichen Park vor – Picknick auf der Wiese, spielende Kinder, Sport treibende. Weiterlesen

Pfingstliches Desaster im Gleisdreieck

Die Partymeile zwischen West- und Ostpark

Nachts gegen halb eins am Pfingstwochenende fahre ich mit dem Fahrrad durch den Westpark vom Landwehrkanalufer kommend. Schon von weitem ist Musik zu hören. Als ich näher komme, sehe ich, dass es nur eine kleine Gruppe ist. 5, 6 Leute, die sich laut rufend unterhalten, um die Musik zu übertönen. An den Holzterrassen ist im Dunkeln eine größere Gruppe zu erkennen, ohne Musik, aber viele angeregte Stimmen und das Zusammenstoßen von halbvollen Bierflaschen ist zu hören. Ich biege nach links ab Richtung Ostpark. Auf dem Weg ist ordentlich Betrieb, viele junge Leute zu Fuß, Karnickel suchen hektisch das Weite. Ich versuche, den Glasscherben auf dem Weg auszuweichen. Beim Poststellwerk biege ich links ab und erreiche kurz vor der Ladestraße den nächsten Party-Hotspot mit Lichtern, die im Rhythmus der Musik aufblitzen. Die Menschen sind im Dunkeln nur zu erahnen – aber es sind viele. Auf den Weg bis zur Hornstraße umkurve ich mit meine Fahrrad weitere Grüppchen, nicht wenige der Jugendlichen haben vermutlich gerade die Abi-Prüfungen hinter sich und sind nun auf der Suche nach der besten Party. In der Nacht zum Montag eskalieren die Feiern. Am Platz an der Ladestraße brennt es. Montag Morgen sind verkohlte Bänke, ein Moped und verbrannte Fahrräder zu sehen. Die von Grün Berlin beauftragten Firmen sind dabei, die Spuren der Nacht zu beseitigen. Weiterlesen

 

Mit dem Fahrrad zum Potsdamer Platz

Improvisationstheater am Theaterufer

Noch sind alle Theater geschlossen. Was einige jedoch nicht abhält Theater zu spielen, genauer gesagt Improvisationstheater unter freiem Himmel unter Einhaltung der notwendigen Abstandsgebote. Ort der Aufführung: das Theaterufer. Wie bitte? Laut Google-Maps liegt es am Potsdamer Platz. Es handelt sich um den Streifen westlich des Debis-Hochhauses, der erst an den Autotunnel, dann an die über dem Autotunnel liegende Wasserfläche grenzt, die laut Google-Maps „Piano-See“ heißt. Weiterlesen