Jenseits der roten Linie: die Erde ist eine Scheibe

Rückblick auf die Einwohnerversammlung am 8. September 2017 zum Bauvorhaben „Ponte Rosa“

Wozu drei Veranstaltungen zum Ponte Rosa, lamentieren Mitglieder der Grünen. Was für eine Zumutung, wie überflüssig, sich zweimal im Ausschuss für Stadtentwicklung und nun noch einmal einen Freitagabend im BVV-Saal bei der Einwohnerversammlung mit dem Thema herumschlagen zu müssen.

Update 27. 09. 2017:

Bertram von Boxberg von den Grünen hat mich persönlich angesprochen und mich überzeugt, dass der erste, jetzt durchgetrichene Absatz dieses Artikel die Haltung der Grünen nicht richtig wiedergibt. Denn auch die Grünen haben für den Antrag auf Einwohnerversammlung gestimmt und engagiert an der Veranstaltung teilgenommen. Dass es solche Stimmen bei den Grünen gab, war mir zugetragen worden, ich hätte es nachprüfen müssen. Sorry, wenn ich könnte, würde ich den Satz zurückholen.

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Beteiligungskultur

Einwohnerversammlung zum Bauvorhaben „Ponte Rosa“ am 8. September um 18 Uhr im Rathaus Schöneberg

Inzwischen wurde der Termin für die Einwohnerversammlung auf Freitag, den 8. September um  18 Uhr festgelegt und auf den Seiten des Bezirks Tempelhof-Schöneberg veröffentlicht. Die Pressemitteilung im Wortlaut: Weiterlesen

 

Wieso, weshalb, warum . . . ?

Abriss des Stellwerks AGB im Flaschenhals – eine Spurensuche

Stellwerk Anhalter Güterbahnhof (AGB) 2017 und 2014

Nur noch Trümmerhaufen geordnet nach Materialien, Klinker, Beton, Elektroschrott erinnern an das Stellwerk ABG im Flaschenhals, das vor einigen Wochen abgerissen wurde. Für den Park, der von der Dialektik zwischen historischer Technik, wildem Grün und neuer Nutzung lebt, ein schwerer Verlust, denn das Stellwerk war einer der letzten gut sichtbaren baulichen Zeugen für den Anhalter Güterbahnhof im Bereich Flaschenhals. Wie konnte es soweit kommen? Weiterlesen

Schweigen ist Gold, Verschweigen ist . . . ?

Bezirk Tempelhof-Schöneberg verschweigt beschlossene Einwohnerversammlung zur Bebauung im Flaschenhals/Ponte Rosa

Am 22. August 2017 veröffentlichte das Bezirksamt Tempelhof-Schönberg eine Pressemitteilung zum Bauvorhaben auf der Fläche des „Ponte Rosa“. In der Pressemitteilung verschweigt das Bezirksamt jedoch, dass vor Erteilung einer Baugenehmigung zu diesem Bauvorhaben noch eine Einwohnerversammlung durchgeführt werden muss. Weiterlesen

Der letzte Sommer?

Ponte Rosa soll Wohnungsbau weichen

Es gibt wohl kaum einen Ort am Bahngelände des Gleisdreiecks, der so lauschig, so natürlich eingebettet in die Landschaft seine Gäste empfängt wie das Ponte Rosa an der Monumentenbrücke (früher Floriansgarten genannt). Von der Kreuzbergstraße aus tritt man durch ein Tor in der Mauer ein in eine andere Welt. Zwischen ausgewachsenen Robinien, Linden und Kastanien führt ein Weg die steile Bahnböschung hinunter. Am unteren Ende des Wegs angekommen findet sich eine terrassierte Fläche, die mit Tischen und Bierbänken zum Verweilen einlädt, die bei schönen Wetter voll besetzt sind, so dass man leicht mit seinen Tischnachbarn in Kontakt kommt. Es gibt Getränke, Pizza und Salate. Wer hier keinen Platz findet, kann sich auch auf eine der kleineren Holzterrassen zurückziehen, die sich zwischen Bäumen am Abhang weiter oben befinden, oder noch eine Stufe tiefer am unteren Ende des Abhangs auf gleicher Höhe mit den benachbarten Gleisen des Technikmuseums sitzen. Das Ganze wird beschirmt von dem berühmten Bahnwildwuchs, im Abhang sind die Bäume 50 bis 60 Jahre alt. Weiter unten kommen Ahorne dazu, hier ist die Vegetation etwas jünger – ein kleines Paradies. Doch das Paradies ist in Gefahr. Weiterlesen

 

Das Buch zum Park

Gleisdreieck – Parklife Berlin

Gastbeitrag von Alexander Schneider
mit freundlicher Genehmigung von Bauwelt+

Das Gleisdreieck – eine Entwicklung vom umtriebigen Bahngelände zum Leckerbissen für Brachflächenromantiker und Stadtnaturliebhaber. Umkämpft von Aktivisten, ein Ort der Inspiration für Künstler, Schriftsteller oder Filmemacher, aber auch Filetstück mit großen Potenzialen für die Berliner Stadt- und Grünflächenentwicklung. Über dem Gleisdreieck im Herzen Berlins schwebt seit jeher ein besonderer Geist. Die Landschaftsarchitekten des Atelier Loidl und die jahrelange, willkommen geheißene Bürgerbeteiligung haben die Brache zu einem lebhaften Ort mit hoher Akzeptanz in der Bevölkerung gemacht. Viele Meinungen und noch mehr eigene Erfahrungen mit dem Areal prägten den Diskurs, ehe der Park am Gleisdreieck, wie er heute ist, entstand. Weiterlesen

 

Zweierlei Maß

Baugenehmigung für die Bautzener Brache erteilt

Am Leipziger Platz soll es zu laut sein zum Wohnen – meint Senator Geisel. An der Bautzener Straße ist es laut, eigentlich zu laut zum Wohnen belegen die Untersuchungen zum Bebauungsplan. Dennoch dort sollen dort Wohnungen gebaut werden – um jeden Preis. Die Politik misst hier mit zweierlei Maß. Je nach Opportunität werden diese oder jene Argumente favorisiert. Was richtig sein soll, wird nach Belieben festgelegt. Weiterlesen

 

Kein erfolgsversprechender Lösungsansatz

Die Sanierung der Yorckbrücken in Frage gestellt

Unter der Überschrift „Lücke im Grünzug“ berichtet der  Tagesspiegel in seiner heutigen Ausgabe, dass sich die Sanierung der ausgebauten Yorckbrücken verzögert. Ursprünglich sollten die Brücken bis September 2016 fertig saniert werden und dann als zusätzliche Verbindungen zwischen Ostpark und Flaschenhals dienen. Die Gründe für die Verzögerung seien „sanierungstechnische Probleme“, so zitiert der Tagesspiegel die Grün Berlin GmbH. Wer es genauer wissen will, wird hier fündig: Weiterlesen