Urbane Mitte, urbane Erschließung?

Verkehrschaos in der Schöneberger und Luckenwalder Straße sowie am Tempelhofer Ufer

Ein Video vom vergangenen Sonntag Abend zeigt den Verkehr zum Auftakt der IFA in der Station, im ehemaligen Postbahnhof. Am Sonntag waren es nur Reisebusse und Taxis, die die Luckenwalder, Schöneberger Straße und das Tempelhofer Ufer stundenlang blockierten, selbstverständlich mit laufenden Dieselmotoren.  Für das Projekt „Urbane Mitte“ mit den sechs Hochhäusern werden es überwiegend Betonlaster sein. Ein Verkehrskonzept für die „Urbane Mitte“ liegt jedoch immer noch nicht vor. Ein Blick auf die ungleich kleinere Baustelle an der Bautzener Straße zeigt, dass es auch für die Bauzeit und Baustellenlogistik ein Verkehrskonzept braucht. Ohne ein solches Konzept wird die „Urbane Mitte“ Fiktion bleiben. Weiterlesen

Beteiligungskultur

Einwohnerversammlung zum Bauvorhaben „Ponte Rosa“ am 8. September um 18 Uhr im Rathaus Schöneberg

Inzwischen wurde der Termin für die Einwohnerversammlung auf Freitag, den 8. September um  18 Uhr festgelegt und auf den Seiten des Bezirks Tempelhof-Schöneberg veröffentlicht. Die Pressemitteilung im Wortlaut: Weiterlesen

 

Wieso, weshalb, warum . . . ?

Abriss des Stellwerks AGB im Flaschenhals – eine Spurensuche

Stellwerk Anhalter Güterbahnhof (AGB) 2017 und 2014

Nur noch Trümmerhaufen geordnet nach Materialien, Klinker, Beton, Elektroschrott erinnern an das Stellwerk ABG im Flaschenhals, das vor einigen Wochen abgerissen wurde. Für den Park, der von der Dialektik zwischen historischer Technik, wildem Grün und neuer Nutzung lebt, ein schwerer Verlust, denn das Stellwerk war einer der letzten gut sichtbaren baulichen Zeugen für den Anhalter Güterbahnhof im Bereich Flaschenhals. Wie konnte es soweit kommen? Weiterlesen

Schweigen ist Gold, Verschweigen ist . . . ?

Bezirk Tempelhof-Schöneberg verschweigt beschlossene Einwohnerversammlung zur Bebauung im Flaschenhals/Ponte Rosa

Am 22. August 2017 veröffentlichte das Bezirksamt Tempelhof-Schönberg eine Pressemitteilung zum Bauvorhaben auf der Fläche des „Ponte Rosa“. In der Pressemitteilung verschweigt das Bezirksamt jedoch, dass vor Erteilung einer Baugenehmigung zu diesem Bauvorhaben noch eine Einwohnerversammlung durchgeführt werden muss. Weiterlesen

Der letzte Sommer?

Ponte Rosa soll Wohnungsbau weichen

Es gibt wohl kaum einen Ort am Bahngelände des Gleisdreiecks, der so lauschig, so natürlich eingebettet in die Landschaft seine Gäste empfängt wie das Ponte Rosa an der Monumentenbrücke (früher Floriansgarten genannt). Von der Kreuzbergstraße aus tritt man durch ein Tor in der Mauer ein in eine andere Welt. Zwischen ausgewachsenen Robinien, Linden und Kastanien führt ein Weg die steile Bahnböschung hinunter. Am unteren Ende des Wegs angekommen findet sich eine terrassierte Fläche, die mit Tischen und Bierbänken zum Verweilen einlädt, die bei schönen Wetter voll besetzt sind, so dass man leicht mit seinen Tischnachbarn in Kontakt kommt. Es gibt Getränke, Pizza und Salate. Wer hier keinen Platz findet, kann sich auch auf eine der kleineren Holzterrassen zurückziehen, die sich zwischen Bäumen am Abhang weiter oben befinden, oder noch eine Stufe tiefer am unteren Ende des Abhangs auf gleicher Höhe mit den benachbarten Gleisen des Technikmuseums sitzen. Das Ganze wird beschirmt von dem berühmten Bahnwildwuchs, im Abhang sind die Bäume 50 bis 60 Jahre alt. Weiter unten kommen Ahorne dazu, hier ist die Vegetation etwas jünger – ein kleines Paradies. Doch das Paradies ist in Gefahr. Weiterlesen

 

Niemand zuständig

Offener Brief der Anwohner beklagt katastrophale Zustände auf der Baustelle an der Bautzener Straße

Baustellen sind gefährliche Arbeitsplätze. Deswegen will Arbeitssenatorin Elke Breitenbach bis 2018 das Personal für die Kontrollen des Arbeitsschutzes auf Baustellen verdoppeln. Siehe Bericht des Tagesspiegels vom 12. 06. 17. Für die Anwohner der der Bautzener Straße kommt dies wohl zu spät. Denn vor ihrer Haustür wird mit hohem Tempo gearbeitet. Gebaut wird das lange Zeit umstrittene Projekt auf der ehemaligen Bautzener Brache, über das auf diesen Seiten oft berichtet wurde.
In dem offenen Brief beschreiben die Anwohner, den Lärm, den Staub, die Erschütterungen, die Abgase der wartenden Betonmisch-Lkw’s, die ihnen den Aufenthalt in ihren Wohnungen vermiesen. Dazu kommen gefährliche Situationen, die sich auf der mit Sand bedeckten Straße zwischen Betonlastern, parkplatzsuchenden Autofahrern, Fahrradfahrern und Fußgängern abspielen. Und täglich beobachten Anwohner “unangenehme Szenen“ – Streit zwischen Tagelöhnern aus Osteuropa und den Polieren der Baufirmen. Vermutlich wird das Bauvorhaben nicht nur durch günstige Zinsen, sondern auch durch extrem niedrige Lohnkosten begünstigt. Weiterlesen

 

Baustelle Westpark

Jahrhundertbauwerk plötzlich am Limit – U1-Brücke soll durch Neubau ersetzt werden

Ohne vorherige Ankündigung wurde in dieser Woche die beliebte Spielfläche unter der U1 mit einem Bauzaun abgesperrt. Unter der Überschrift „Gut gerüstet“ informiert die BVG auf Plakaten am Bauzaun, dass die über hundert Jahre alte Brücke durch einen Neubau ersetzt werden soll. Ab Mitte Juni wird ein Gerüst gestellt werden, mit dessen Hilfe die Brücke häufiger kontrolliert, bei Bedarf gewartet werden kann. Der Neubau der Brücke soll jedoch erst im Jahr 2020 kommen und dann ca. 1 bis 1  1/2 Jahre dauern. Weiterlesen

 

Baustelle Westpark

Bauen ohne Bürgerbeteiligung: Teilabriss und Umbau des Parkhauses Debis

Seit geraumer Zeit ist zu hören, dass das überwiegend leerstehende Parkhaus Debis am nördlichen Ende des Westparks umgebaut werden soll. Die Firma Bauwens plant das Parkhaus in der Längsachse zu teilen. Der zum Park hin ausgerichtete Teil soll abgerissen und durch Wohnungen ersetzt werden. Entstehen sollen hier entlang der ca. 250 m langen Grundstücksgrenze zum Westpark vier 6-geschossige Blöcke mit insgesamt 178 Wohnungen auf 11.350 m². Link zur Seite des Investors. Inzwischen finden bauvorbereitende Arbeiten statt. Ein Teil des Erdwalls an der Grundstückgrenze zwischen Parkhaus und Westpark wurde abgebaggert, Baustellencontainer aufgestellt. Angeblich soll eine Baugenehmigung vorliegen. Im Juni soll mit den Abrissarbeiten begonnen werden. Weiterlesen

 

Ökologische Verkehrswende

Neues Konzept für den Bahnverkehr – das Gleisdreieck könnte wieder zur Baustelle werden

Fahrradschnellwege, Abgrenzung der Fahrradwege von den Autospuren, Tempo 30 bestimmen in diesen Monaten die Debatte um den Verkehr in Berlin – dank des Fahrradvolksentscheides und der neuen rot-rot-grünen Koalition. Doch wer mal auf der Stadtautobahn zwischen den Blechkisten aus MOL, PM, HVL, OHV, B usw. im Stau gesteckt hat, weiß, dass es allein mit besseren Fahrradwegen nicht getan ist. Eines der fehlenden Elemente zu einer ökologischen Verkehrswende kommt nun aus Brandenburg, also von dort, wo auch die meisten Pendler herkommen, deren Zahl in den nächsten Jahren noch steigen wird. Es ist der Vorschlag der CDU, die ein „Netz 2030“ für den Bahnverkehr in Berlin und Brandenburg  vorgestellt hat. Weiterlesen

 

Baumfällsaison noch bis 28. Februar

Baubeginn zwischen Dennewitzstraße und Westpark

Sechs Baumfällsaisons, sechs Jahre brauchte es, um den Rand der ehemaligen Potsdamer Güterbahnhofs, heute Westpark des Gleisdreiecks genannt, erst baumfrei und dann baureif zu machen. Zur Zeit fallen die letzten Pappeln auf dem Grundstück zwischen Dennewitzstraße und Westpark, auf dem sich früher das 90 Grad befand. Weiterlesen