Pressemitteilung der Anwohner vom Gleisdreieck zum Stand des Bebauungsplanverfahrens „Urbane Mitte“

BVV Friedrichshain-Kreuzberg winkt „Urbane Mitte“ in die nächste Phase. Drohender Verkehrskollaps am Gleisdreieck wird ignoriert. 30% höhere Baudichte als im städtebaulichen Vertrag. Millionen-Schadenersatz des Investors steht im Raum.

Am 8.11.2017 hat die BVV Friedrichshain-Kreuzberg den Bebauungsplanentwurf VI-140ca Urbane Mitte „zur Kenntnis genommen“. Trotz kontroverser Diskussion in der Sitzung des Bauausschusses am 04.10.2017 wurde das Vorhaben damit in die nächste Phase auf dem Weg zur Baugenehmigung gewinkt. Weiterlesen

 

Spaghetti aus Stahl

Bahnplanungen verändern den Westpark

Als im Mai 2017 plötzlich die Spielfläche unter der U1 gesperrt wurde, hieß es von Seiten der BVG und der Grün Berlin GmbH, dass an anderer Stelle eine neue Spielfläche als Ersatz geschaffen werden soll. Denn es wurde klar, dass der Neubau der U1-Brücke ein Projekt ist, dass einige Jahre in Anspruch nehmen wird. Auf der Sitzung des Nutzerbeirats des Parks im August wurde schließlich eine Planung für diese neuen Spielfläche präsentiert. Weiterlesen

 

Stadtumbau West

Etwas Neues am westlichen Vorplatz der Yorckbrücken

Im Rahmen der Veranstaltung zum Stadtumbau West am 10.11.17 im Rathaus Schöneberg wurde der Planungsstand zum westlichen Vorplatz der Yorckbrücken vorgestellt. Neu ist, dass noch in diesem Jahr die Ausschreibung der Bauleistungen stattfinden soll. Und im nächsten Jahr soll dann gebaut werden. Alt ist dagegen die Planung. Außer den entfallenen Zugängen zum Bahngelände hat sich nichts geändert. Dies zumindest zeigt ein Vergleich der Bilder vom 09. 11. 2017 und vom 6. 11. 2016. Weiterlesen

Durchwinken

Bebauungsplanentwurf VI-140ca Urbane Mitte – Realitätsverweigerung statt Planung

Im Frühjahr 2016 hat die Auslegung der Bebauungsplanunterlagen zur „Urbane Mitte“ am Gleisdreieck stattgefunden. Außer den Trägern öffentlicher Belange, haben sich 143 Anwohner, das Deutsche Technikmuseum, die STATION Berlin und ein Vertreter des FahrRat beteiligt. Die überwiegende Mehrheit der Stellungnahmen lehnt das Konzept ab, wegen der zu hohen Dichte, wegen der ungelösten Verkehrsproblematik, aus Gründen des Denkmalschutzes u. a. . Nun liegt die Abwägung der Stellungnahmen auf 511 Seiten als PDF-Dokument vor. Link zum Dokument: Vorlage – zur Kenntnisnahme –Bebauungsplanentwurf VI-140ca Urbane Mitte.
Über den Bebauungsplanentwurf wurde auch im Ausschuss für Stadtentwicklung am 4. Oktober kontrovers diskutiert. Die Nutzung (kein Wohnen), die Dichte und die verkehrliche Erschliessung wurden kritisch gesehen. Doch zwei Wochen später stimmte der Ausschuss dann ohne weitere Diskussion der Vorlage zu. Nun am 8.11.2017 soll die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg den Bebauungsplanentwurf „zu Kenntnis nehmen“ und damit den bisher erreichten Stand absegnen. Weiterlesen

Jenseits der roten Linie: die Erde ist eine Scheibe

Rückblick auf die Einwohnerversammlung am 8. September 2017 zum Bauvorhaben „Ponte Rosa“

Wozu drei Veranstaltungen zum Ponte Rosa, lamentieren Mitglieder der Grünen. Was für eine Zumutung, wie überflüssig, sich zweimal im Ausschuss für Stadtentwicklung und nun noch einmal einen Freitagabend im BVV-Saal bei der Einwohnerversammlung mit dem Thema herumschlagen zu müssen.

Update 27. 09. 2017:

Bertram von Boxberg von den Grünen hat mich persönlich angesprochen und mich überzeugt, dass der erste, jetzt durchgetrichene Absatz dieses Artikel die Haltung der Grünen nicht richtig wiedergibt. Denn auch die Grünen haben für den Antrag auf Einwohnerversammlung gestimmt und engagiert an der Veranstaltung teilgenommen. Dass es solche Stimmen bei den Grünen gab, war mir zugetragen worden, ich hätte es nachprüfen müssen. Sorry, wenn ich könnte, würde ich den Satz zurückholen.

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Urbane Mitte, urbane Erschließung?

Verkehrschaos in der Schöneberger und Luckenwalder Straße sowie am Tempelhofer Ufer

Ein Video vom vergangenen Sonntag Abend zeigt den Verkehr zum Auftakt der IFA in der Station, im ehemaligen Postbahnhof. Am Sonntag waren es nur Reisebusse und Taxis, die die Luckenwalder, Schöneberger Straße und das Tempelhofer Ufer stundenlang blockierten, selbstverständlich mit laufenden Dieselmotoren.  Für das Projekt „Urbane Mitte“ mit den sechs Hochhäusern werden es überwiegend Betonlaster sein. Ein Verkehrskonzept für die „Urbane Mitte“ liegt jedoch immer noch nicht vor. Ein Blick auf die ungleich kleinere Baustelle an der Bautzener Straße zeigt, dass es auch für die Bauzeit und Baustellenlogistik ein Verkehrskonzept braucht. Ohne ein solches Konzept wird die „Urbane Mitte“ Fiktion bleiben. Weiterlesen

Beteiligungskultur

Einwohnerversammlung zum Bauvorhaben „Ponte Rosa“ am 8. September um 18 Uhr im Rathaus Schöneberg

Inzwischen wurde der Termin für die Einwohnerversammlung auf Freitag, den 8. September um  18 Uhr festgelegt und auf den Seiten des Bezirks Tempelhof-Schöneberg veröffentlicht. Die Pressemitteilung im Wortlaut: Weiterlesen

 

Wieso, weshalb, warum . . . ?

Abriss des Stellwerks AGB im Flaschenhals – eine Spurensuche

Stellwerk Anhalter Güterbahnhof (AGB) 2017 und 2014

Nur noch Trümmerhaufen geordnet nach Materialien, Klinker, Beton, Elektroschrott erinnern an das Stellwerk ABG im Flaschenhals, das vor einigen Wochen abgerissen wurde. Für den Park, der von der Dialektik zwischen historischer Technik, wildem Grün und neuer Nutzung lebt, ein schwerer Verlust, denn das Stellwerk war einer der letzten gut sichtbaren baulichen Zeugen für den Anhalter Güterbahnhof im Bereich Flaschenhals. Wie konnte es soweit kommen? Weiterlesen

Schweigen ist Gold, Verschweigen ist . . . ?

Bezirk Tempelhof-Schöneberg verschweigt beschlossene Einwohnerversammlung zur Bebauung im Flaschenhals/Ponte Rosa

Am 22. August 2017 veröffentlichte das Bezirksamt Tempelhof-Schönberg eine Pressemitteilung zum Bauvorhaben auf der Fläche des „Ponte Rosa“. In der Pressemitteilung verschweigt das Bezirksamt jedoch, dass vor Erteilung einer Baugenehmigung zu diesem Bauvorhaben noch eine Einwohnerversammlung durchgeführt werden muss. Weiterlesen

Der letzte Sommer?

Ponte Rosa soll Wohnungsbau weichen

Es gibt wohl kaum einen Ort am Bahngelände des Gleisdreiecks, der so lauschig, so natürlich eingebettet in die Landschaft seine Gäste empfängt wie das Ponte Rosa an der Monumentenbrücke (früher Floriansgarten genannt). Von der Kreuzbergstraße aus tritt man durch ein Tor in der Mauer ein in eine andere Welt. Zwischen ausgewachsenen Robinien, Linden und Kastanien führt ein Weg die steile Bahnböschung hinunter. Am unteren Ende des Wegs angekommen findet sich eine terrassierte Fläche, die mit Tischen und Bierbänken zum Verweilen einlädt, die bei schönen Wetter voll besetzt sind, so dass man leicht mit seinen Tischnachbarn in Kontakt kommt. Es gibt Getränke, Pizza und Salate. Wer hier keinen Platz findet, kann sich auch auf eine der kleineren Holzterrassen zurückziehen, die sich zwischen Bäumen am Abhang weiter oben befinden, oder noch eine Stufe tiefer am unteren Ende des Abhangs auf gleicher Höhe mit den benachbarten Gleisen des Technikmuseums sitzen. Das Ganze wird beschirmt von dem berühmten Bahnwildwuchs, im Abhang sind die Bäume 50 bis 60 Jahre alt. Weiter unten kommen Ahorne dazu, hier ist die Vegetation etwas jünger – ein kleines Paradies. Doch das Paradies ist in Gefahr. Weiterlesen