Lob im Schatten

Bäume gerettet – dank Bürger_innen-Engagement

An rund 50 Bäumen hingen anlässlich der Eröffnung des Westparks kleine Schilder mit der Aufschrift „Baum gerettet – Dank Bürger-Engagement“. Es hätten noch mehr dieser Schilder sein können. Denn nach der ursprünglichen Planung von Atelier Loidl und Grün Berlin wäre viel mehr plattgemacht worden, z. B. die Baumreihe zwischen Kleingartenlage und Asphaltweg, große Teil der Kleingärten selbst, die beiden Wäldchen links und rechts des Marktplatzes.

Schade, dass das die Park-Kritiker vom Landwehrkanalblog, Glöckner und BUND bisher nicht wahrgenommen haben.

10 Kommentare zu “Bäume gerettet – dank Bürger_innen-Engagement

  1. Nach Ihrer Logik dürfte es dann überhaupt nirgends irgendeinen Park geben – denn vor einem Park war immer ein Bewuchs da …

  2. Zu Bild 19/30 schreibst du „wie eng der Baum an der Bank klebt“, als sei die Bank zuerst dagewesen und der freche Baum kam später dazu. Das hast du sehr fein beobachtet, so sind sie eben die Berliner Bäume, frech wie Oskar.

  3. Die armen Landschaftsplaner und Gestalter tun mir leid – müssen sich hier mit den Eifrigen herumplagen, die sich natürlich absolut im Recht glauben – radikal. Gerade am am Bild 19/30 wird deutlich wie daneben das „Retten“ von Bäumen an dieser Stelle ist und wie eng der Baum an der Bank klebt. Hinten im Bild sieht man dann auch die ganzen Neupflanzungen von Bäumen, ja, es wird bei der Parkgestaltung auch neubepflanzt!! Da müsste man eigentlich ein Schild hinhängen à la „Baum platziert vom Senat“. Ich weiss wirklich nicht aus welcher Waldkindergarten-Ecke diese ganzen fehlgeleiteten, provinziellen Eiferer kommen – Berlin ist nicht der Urwald des Nationalparks Bayerischer Wald, sondern ein Stadt-Raum, der gestaltet werden darf. Dieser Park ist schließlich ein öffentlicher Raum in einer 3,5 Millionen Einwohner Stadt und kein pseudo-romantischer Rückzugswinkel aus Wildwuchs zur Bierdosenablagerung.

  4. Ich vergleiche den jetzigen Zustand mit dem Zustand vor Beginn der Arbeiten. (Werde mich demnächst in meinem Blog noch etwas ausführlicher dazu äußern.)

  5. Also, falls ich mit „Tabula-Raza-Schreiber“ gemeint sein sollte, würde mich doch mal interessieren, woraus Du schließt, daß ich mich über Leute, die versuchen, Wildwuchs und Eisenbahspuren zu erhalten, lustig mache. Das ist eine völlig abwegige Unterstellung.

    Bei der Beurteilung des Ergebnisses der „Rettungsaktion“ vergleiche ich allerdings im Gegensatz zu Dir den jetzigen Zustand mit dem früheren und nicht den jetzigen Zustand mit irgendeiner „ursprünglichen Planung“, nach der alles noch viel schlimmer hätte kommen können.

    Und – ja, die Zettel finde ich tatsächlich albern.

  6. Ein erheblicher Teil der historischen Spuren und der wilden Vegetation sind auf dem Potsdamer Güterbahnhof in den 90er Jahren der Baulogistik für den Potsdamer Platz und der Baustelle für den Eisenbahntunnel zum Opfer gefallen. Nur westlich der ehemaligen Baulogistikfläche gab es eine alte Vegetation, die wir zum großen Teil gerettet haben. Auf der Fläche südlich der U2 bis zur Yorckstraße, die offiziel noch nicht Teil des Parkes ist, wird diese Auseinandersetzung noch weitergehen. Unser Ziel ist es, den Wildwuchs und die Eisenbahnspuren dort so weit wie möglich zu erhalten, auch wenn so mancher „Tabula-Raza-Planer“ da etwas dagegen hat, bzw. „Tabula-Raza-Schreiber“ sich darüber lustig machen.

  7. DANKE! an alle die das „unordentliche Grün“ erfolgreich verteidigt haben!
    Preisfrage: von wem stammt das Zitat?
    Wer zuerst drauf´kommt und es hier postet, gewinnt einen Strauss Blumen mit viel „unordentlichen Grün“ 😉

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