Summ, summ

Das Bienengärtchen im Westpark

Ein Glück, dass es immer noch Restflächen gibt, die nicht verplant sind. Ohne die hätten neue Projekte kaum eine Chance. Eine kleine, vergessene Fläche fand sich bei den Kleingärten im Westpark des Gleisdreieckes.  In mühsamer Arbeit vom dort abgeladenen Müll befreit, ist hier ein Bienengärtchen entstanden, das von den Jungimkerinnen Katja Marie Voigt und Elisa Dierson betreut wird. Und das Beste: Mitimkern ist erwünscht!  Das nächste Mitimkern findet am Sonntag, 04.05.2014 um 13 Uhr statt. Voraussichtlich bildet die Gruppe an diesem Tag Ablegerbienenvölker. Weiterlesen

 

Westpark

Kleine Stufe, große Wirkung: 40.000 € für 4 cm

Aus drei verschiedenen Materialien besteht der östliche der beiden in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Hauptwege im Westpark des Gleisdreiecks. Dunkler Asphalt und heller, vor Ort gegossener Beton bilden die Seitenflächen des Weges. In der Mitte sind die beiden Materialien getrennt durch einen Streifen aus Fertigbetonteilen, die Anthrazit gefärbt sind. Und diese Betonplatten haben es in sich. Denn sie beinhalten eine abgerundete Stufe, die ca. 4 cm Höhenunterschied ausmacht. Diese Kante wurde zahlreichen Fahrradfahrern zum Verhängnis. Auch Rollstuhlfahrer hatten da ihre Schwierigkeiten. Folge: schon kurz nach der Eröffnung im letzten Jahr wurde die Kante mit einem schwarz-gelben Klebeband zur Warnung markiert. Und weil dies nicht ausreichte, wurde parallel zur Kante ein Bauzaun gestellt. Weiterlesen

 

Baumarkt Hellweg eröffnet

Ordentliches Chaos auf der Yorckstraße

Seit Freitag ist der Baumarkt Hellweg in der Yorckstraße eröffnet. Verlief der Besuch anfangs noch etwas schleppend, waren am Samstag und Sonntag  der Parkplatz und der Laden dann richtig voll. Der Umsatz hat sicher gestimmt. Erstaunlich – aber das lag nicht allein an Hellweg – , dass ausgerechnet ein Wahlsonntag als verkaufsoffener Sonntag genutzt wurde. Weiterlesen

 

Lob im Schatten

Bäume gerettet – dank Bürger_innen-Engagement

An rund 50 Bäumen hingen anlässlich der Eröffnung des Westparks kleine Schilder mit der Aufschrift „Baum gerettet – Dank Bürger-Engagement“. Es hätten noch mehr dieser Schilder sein können. Denn nach der ursprünglichen Planung von Atelier Loidl und Grün Berlin wäre viel mehr plattgemacht worden, z. B. die Baumreihe zwischen Kleingartenlage und Asphaltweg, große Teil der Kleingärten selbst, die beiden Wäldchen links und rechts des Marktplatzes. Weiterlesen

Pressemitteilung des BUND zur Eröffnung des Westparks

BUND: Chancen für eine Pflanzen, Tieren und Menschen nützliche Grünfläche vertan

In einer Pressmitteilung begrüßt auch der BUND (BUND für Naturschutz Deutschland) die Eröffnung des Westparks des Gleisdreiecks. Gleichzeitig weist der BUND jedoch auch darauf hin, dass eine mehr naturnahe Gestaltung gewünscht und möglich gewesen wäre, und dass der Senat schlecht verhandelt habe gegenüber der VIVICO. Die neuen Baufelder an der Flottwellstraße werden nach Auffassung des BUND eine klimatisch effektive Grünverbindung Richtung Potsdamer Platz verhindern. Link zur Pressemitteilung auf den Seiten des BUND

Wir haben die DNA des Parks entscheidend mitgeprägt!

Die Kleingärten mittendrin im Geschehen

Redebeitrag von  Klaus Trappmann, Vorsitzender der Kleingärten POG zur Eröffnung des Westparks am 31. 05. 13

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Gleisdreiecks

Heute ist ein großer Tag für uns Laubenpieper vom ehemaligen Potsdamer Güterbahnhof. Wir stehen nicht abseits – abgewickelt, ausbezahlt und abgeräumt. So wie es anfangs vorgesehen war. Sondern: Wir stehen mittendrin im Geschehen Weiterlesen

Berlin, Hauptstadt der Interkulturellen Gemeinschaftsgärten

Gärtnern fast attraktiver als Sex

Redebeitrag von Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen  zur Eröffnung des Westparks am 31. 05. 13

Sehr geehrter Herr Senator, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Damen von der Senatsverwaltung, liebe Berliner Öko- und Gartenaktivistinnen, liebe Anwesende

Wir freuen uns, dass in den neuen Park am Gleisdreieck Gärten integriert sind. Zu Gärtnern ist heute schon fast attraktiver als Sex. Die Leidenschaft der Jugend gehört dem gemeinschaftlichen Gemüseanbau. Es ist ein weltweiter Trend, egal ob in New York City, in Detroit oder Toronto, ob in London, Paris oder Sarajewo, ob in Hanoi, Nairobi oder Istanbul: die neuen Städter beackern das Land. Vom Guerilla Gardening über das Urban Gardening, von der urbanen Landwirtschaft bis hin zu den Interkulturellen Gärten: eine ganz neue Generation von Stadtbewohnern will die Hände in die Erde stecken. Gärtnern ist die neue Therapie – gegen Computerfrust und Schreibtisch-Langeweile, gegen Erwerbslosen-Depressionen oder Mangel an Bewegung. Last not least ist der innerstädtische Gemüsebau die symbolische Protestform gegen aromalosen Massenfraß sowie anlagegetriebene Ernährungsdiktatur. Weiterlesen