Baustelle Westpark

Baugrunderkundungen für die Stammbahn

Was ist das für ein eigenartiger Parkbesucher? Leser haben nachgefragt, was der Sinn dieser Aktion sei – Brunnenbau, Baugrundbohrung, Grundwasserabsenkung, Altlasten- und Kampfmittelbeseitigung war auf dem Begleitfahrzeug zu lesen. Vermutlich handelt es sich Bodenerkundungen für den Bau der Regionalbahn Berlin – Potsdam, auch Stammbahn genannt.

Auf der Seite der Deutschen Bahn wird über diese berichtet und da sind die gleichen Geräte der gleichen Firma im Bild, siehe:

https://potsdamer-stammbahn.deutschebahn.com/projekt-potsdamer-stammbahn-baugrunderkundungen-und-kampfmittelsondierungen-werden-durchgefuehrt.html

1838 – 2038

1838 fuhr die erste Eisenbahn in damaligen Preußen von Berlin nach Potsdam, von daher auch der Name „Stammbahn“. Möglicherweise könnte die neue Stammbahn 200 Jahre danach wieder in Betrieb gehen. Verkehrspolitisch ist sie sicher sinnvoll.
Für den Gleisdreieckpark würde es jedoch abermals ein große Baustelle bedeuten. Die große Wiese im Westpark muss dann aufgebuddelt werden. Hier wird die Stammbahn unterirdisch verlaufen, um dann unter dem Holzdeck an den vorhandenen Tunnel der Fernbahn anzuschließen.
Auf der Fläche des Beachvolleyballs tauchen die beiden Gleise dann auf und verlaufen von hier an  überirdisch. Ein Weiterbetrieb des Beachvolleyballs wäre dann nicht mehr möglich. Gibt es Alternativen irgendwo?

Mehr über die Bahnplanungen im Gleisdreieck ist hier zu finden: 

Für den Bau der Stammbahn setzt sich auch die Bürgerinitiative Stammbahn ein. Dieser Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern aus Berlin, Kleinmachnow und Potsdam informiert ausführlich und anschaulich der Internetseite https://www.stammbahn.de/

Ein Kommentar zu “Baugrunderkundungen für die Stammbahn

  1. Zum Thema “Bahnplanungen verändern den Westpark”:
    Bis heute wurden keine offiziellen aufeinander und auf den realen Bedarf bezogenen Bürgerbeteiligungsunterlagen vorgelegt, die im Rahmen der notwendigen Plangenehmigungsverfahren für die beiden neuen Strecken(-teile) zwingend erforderlich sind.
    Statt dessen wird so getan als gäbe es für den “Wannseebahngraben” – in dem aktuell die S1 fährt – kein offizielles, abgeschlossenes Planfeststellungsverfahren, das nach einer intensiven BürgerInnenbeteiligung beschlossen wurde, so dass auch zu diesem Zeitpunkt auch schon die notwendigen Gelder für eine Realisierung bereitgestellt werden konnten.
    In diesem Verfahren hat die für die Planung und potenzielle Realisierung der ehemaligen Stammbahnstrecke ganz offiziell zuständige Verwaltung auf eine zukünftige “Wiederbelebung” der Strecke verzichtet – was heute offenbar so wenig relevant ist, dass jetzt häppchenweise – ohne Bezug zu den verbindlich beschlossenen Planungszielen und ohne eine offizielle Möglichkeit der Beurteilung des Bedarfs durch die betroffenen BürgerInnen – Fakten geschaffen werden sollen, ohne das die Folgen der Baumaßnahmen für das Stadtklima, die Bodenversiegelung etc. und den Verlust der Erholungsflächen für die betroffenen AnwohnerInnen prüffähig im Rahmen einer verbindlichen Gesamtplanung im Rahmen einer BürgerInnenbeteiligung veröffentlicht werden.
    Damit wird voraussichtlich die Politik- und Verwaltungsverdrossenheit in Berlin in einem solchen Ausmaß gefördert, dass davon die Begeisterung der potenziellen NutzerInnen der Bahnstrecken in den allerschwärzesten Schatten gestellt wird…
    Sehr politikverdrossene Grüße einer ehemaligen Mitarbeiterin in einer Verwaltung, die an dem Planfeststellungsverfahren für die “Schöneberger Schleife” beteiligt war….

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