Westpark

Weitersagen . . . bitte respektiert die Zäune!

Bei allem Verständnis für die Lust am Entdecken, für die Neugier auf Baustellen und Brachen und auch für das Bedürfnis nach einer Abkürzung, bitte respektiert die Zäune im Park, besonders im südlichen Bereich des Westparks!

Dort, wo sich der Zugang vom Westpark zum Grundstück des Hellweg-Baumarktes befindet, wurden nun wiederholt Bauzäune zur Seite geschoben. Dahinter ist das Gelände ungesichert. Manche können vielleicht mit den Gefahren umgehen, aber denkt bitte an die vielen Kinder und Jugendlichen im Park. Vor ein paar Tagen ist in der Presse von einem 13jährigen Jungen berichtet worden, der am Gleisdreieck im S-Bahntunnel ums Leben gekommen ist. Höchstwahrscheinlich ist der Junge genau an besagter Stelle in den Tunnel eingestiegen. Das haben die, die letzte Nacht den Bauzaun wieder demoliert haben, sicher nicht gewusst. Deswegen sei es hier gesagt.

Die Grün Berlin GmbH baut die Zäune immer wieder auf und hat nun ein Schild am Zaun angebracht. Bitte respektiert diese Arbeit und lasst die Zäune stehen. Es dauert nur noch bis Juni 2014, dann wird auch dieser Zugang frei sein.

Liebe Parkbesucherinnen und Parkbesucher, dieser Zugang zur Yorckstraße ist noch nicht frei. Wir möchten Sie dringend bitten, diesen Bereich wegen mangelnder Verkehrssicherheit nicht zu betreten. Bitte handeln Sie vorbildlich – denken Sie auch an Kinder. Die Bauarbeiten sind beauftragt, die Fertigstellung des Zugangs ist für Mitte Juni 2014 geplant. Bitte benutzen Sie bis dahin den Zugang über den Ostpark. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Grün Berlin GmbH
Liebe Parkbesucherinnen und Parkbesucher,
dieser Zugang zur Yorckstraße ist noch nicht frei.
Wir möchten Sie dringend bitten, diesen Bereich wegen mangelnder Verkehrssicherheit nicht zu betreten. Bitte handeln Sie vorbildlich – denken Sie auch an Kinder.
Die Bauarbeiten sind beauftragt, die Fertigstellung des Zugangs ist für Mitte Juni 2014 geplant.
Bitte benutzen Sie bis dahin den Zugang über den Ostpark.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Grün Berlin GmbH

8 Kommentare zu “Weitersagen . . . bitte respektiert die Zäune!

  1. Nun hat sich Grün Berlin GmbH endlich bequemt, die Sache an ihre Haftpflicht abzugeben, die KSA (kommunaler Schaden Ausgleich), die lehnen eine Regulierung ab, mit der Begründung, der Unglücksort
    befand sich nicht auf dem Grün Berlin GmbH-Gelände. Das Grün Berlin den Zugang nicht abgesichert hatte,
    obwohl ihnen die Gefahrenstelle bekannt war, interessiert die KSA gar nicht. Nicht nur, das sie mir meinen Sohn genommen haben, jetzt muß ich mich auch noch veralbern lassen.

  2. Solchen “Brachen” verdankte Berlin mal seine Faszination, das ist aber schon etliche (ca. zehn) Jahre her, also noch weit vor der Schwabeninvasion die jetzt anscheinend auch Kreuzberg erfasst hat. Gerüchteweise haben Jugendliche damals sogar noch auf aufgelassenen Bahngeländen gespielt, aber heute kann man sie natürlich nur noch auf in jahrzehntelangen Planungsprozessen steril durchdesignte Niedrigrisiko-Spielflächen lassen bei denen jeder Grashalm dreimal durchgezählt wurde…

  3. Logisch, daß man diesen Teil des “Parks” noch nicht öffnen kann. Da fehlen ja noch die überfrausgroßen Zäune und der Nato-Stacheldraht. Freigeben kann man das Gelände natürlich erst, wenn der Umbau zur Gummizelle und zum Hamsterkäfig auch hier endgültig vollzogen ist.

    Seltsam übrigens. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann habe ich nicht in Erinnerung, daß da alles um mich herum eingezäunt gewesen wäre. Da führte z. B. eine Regionalbahnstrecke völlig ungesichert hinter den Häusern entlang. Die Kinderproblematik hatte man dadurch im Griff, daß kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt gelassen wurden und größere Kinder erst allein auf die Menschheit losgelassen wurden, wenn sie reif genug waren, die Gefahren, die man ihnen erklärte, zu verstehen und sich entsprechend zu verhalten. Das erforderte natürlich eine gewisse Beschäftigung der Eltern mit ihren Kindern, wobei die Tatsache, daß Unfälle nie gänzlich ausgeschlossen werden können, bekannt war.

    Und vielleicht sollte man ja auch mal darüber nachdenken, ob es nicht besser wäre, die Welt so zu gestalten – oder besser: sie so zu bewahren, daß Kinder das Gefühl haben, Abenteuer erleben und Geheimnisvolles entdecken zu können, ohne dafür in einen Eisenbahntunnel laufen zu müssen, weil alles drumherum sterbenslangweilig und platt wie Flunder ist?

    Und wenn man einmal dabei ist, sollte man vielleicht auch noch darüber nachdenken, wie oft es vorkommt, daß ein Kind von einer S-Bahn überfahren wird, und wie oft Menschen durch ganz andere Ursachen sterben – auf den Straßen zum Beispiel oder in Krankenhäusern an den Folgen von Umweltverpestung – ohne daß irgend jemand da irgendeinen Handlungsbedarf sieht?

    1. Wären alle Zugänge zu den S-Bahngleisen bzw. zum S-Bahntunnel (mit bequemem Zugang durch eine Betriebstreppe) durch entsprechende rechtzeitige Maßnahmen gesichert worden, wäre mein 13-jähriger Sohn älter als 13 Jahre alt geworden. So ist er am 31.04.14 von der S-Bahn platt gefahren worden. Sie fährt dort immerhin durch einen Freizeitpark, der vorwiegend von Kindern und Jugendlichen genutzt wird, ich denke, dort ist eine umfassende Sicherung doch unbedingt notwendig. Den Handlungsbedarf hat man bei Grün Berlin GmbH inzwischen eingesehen, nächste Woche wird die Absicherung wohl fertig sein.
      Ich bin sicher, das Sie keine Kinder haben, sonst hätten Sie einen derart zynischen Satz wie Ihren letzten
      nicht verzapfen können.

      1. Wenn Sie meinen letzten Satz richtig gelesen hätten und außerdem die Gabe hätten, die Welt auch mal aus der Perspektive anderer Menschen wahrzunehmen als nur aus der eigenen, dann würden Sie vielleicht erkennen, daß Andere den Zynismus durchaus mit einiger Berechtigung anderswo verorten können.

      2. Lieber Robert,

        ich möchte Ihnen mein Beileid aussprechen. Ich weiß, dass der Verlust eines Kindes das Schlimmste ist, was einem zustoßen kann. Ich bedauere sehr, dass dies hier am Gleisdreieck passiert ist.

        Wir sollten nun Grün Berlin die Sicherungsarbeiten in Ruhe machen lassen und und als erwachsene Parkbesucher Verantwortung übernehmen, indem wir darauf achten, dass Kinder und Jugendliche sich nicht in Gefahr begeben.

        1. Inzwischen ist alles perfekt abgesichert. Hätte es am 31.03.14 schon so ausgesehen,
          hätte mein Sohn morgen sein gutes Zeugnis bekommen und wäre problemlos in die 8 Klasse seines gymnasiums versetzt worden. Der Westpark wurde am 31.05.2013 eröffnet. man hatte fast ein Jahr Zeit, diese Todesfalle zu schließen. Herr Christoph Schmidt von Grün Berlin GmbH hat mir geschrieben, mein Sohn hätte erkennen müssen, wo der Park aufhört und eine Brache beginnt. Hat er aber nicht, was seinen Tod zur Folge hatte. Ein Kontrolleur von Grün Berlin, dem ich vor einigen Tagen in der Nähe der Unglücksstelle begegnet bin, hat mir erzählt, das er schon letztes Jahr mehrfach auch kleinere Kinder
          von dem Gelände verscheucht hat. Warum ist bei Grün Berlin aufgrund dieser Vorkommnisse niemand aufgewacht? Genau genommen hätte der Westpark-Teil ohne eine ausreichende Absicherung nicht eröffnet werden dürfen. Mein Sohn würde noch leben, wenn der oder die Verantwortlichen nicht geschlafen hätten. Er war das Wertvollste, was ich hatte. Grün Berlin hat mir den Sinn meines Lebens genommen.

        2. Ich leide nach wie vor wie ein Hund, der Herr Staatsanwalt Horstmann hat die Verantwortung für den tödlichen Unfall allein auf meinen 13 Jahre und 6 Wochen alten Sohn geschoben.
          Wenn die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Abt. I C, vertreten durch die Grün Berlin Stiftung den seit 1.7.14 fertigen Zaun ein paar Monate früher fertig gehabt hätte, hätte sich mein Sohn gar nicht in Gefahr begeben können. Stimmt’s, Herr Bauer ?
          Im Polizeibericht steht nicht nur, das der alberne Bauzaun offen stand, sondern auch, das es noch nicht mal ein Warn-oder Verbotsschild gab. Außerdem hatte Ihnen der Pächter des Beachvolleyball-Platzes schon 2013 von der Gefahrenstelle dort berichtet.
          Wie hätte dieser Herr Horstmann den Fall wohl beurteilt, wenn es sich um seinen Sohn gehandelt hätte.
          Vermutlich wird auch dieser Kommentar, wie der letzte, nicht veröffentlicht, ich versichere Ihnen aber, für mich ist die Sache noch nicht abgeschlossen. Sie haben billigend in Kauf genommen, das da ein derartiger Unfall passiert. Was sagt man zu solchen Leuten ? Sie kommen selber drauf.

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