Mit Pappe und mit Stofffetzen

Anwohner protestieren gegen die Rodungen auf der Bautzener Brache

Am Sonntag protestierten Anwohner gegen die fortgesetzten Rodungen auf der Bautzener Brache. Mit Buchstaben aus Pappe und mit Stofffetzen, schrieben sie an den Maschendraht zum Grundstück an der Bautzener Straße „ Wo Semer klotzt, wächst kein Baum“.

Basteln am Sonntag. „Wo Semer klotzt, wächst kein Baum“ steht nun mit Stofffetzen geschrieben am Maschendraht zur Bautzener Brache.
Basteln am Sonntag. „Wo Semer klotzt, wächst kein Baum“ steht nun mit Stofffetzen geschrieben am Maschendraht zur Bautzener Brache.

Ein Hinweis auf die Verantwortlichen für das Geschehen. Mit Semer ist der  Inhaber des Baumarktkette Hellweg gemeint, der gleichzeitig Teilhaber der Dr. Wolfgang Schroeder GmbH & Co. KG ist, die Eigentümerin der Fläche an der Bautzener Straße ist. Mit Klotz ist die zuständige Stadträtin, Frau Dr. Sybill Klotz gemeint.

Was mit einem eigenartigen „Kronenschnitt“ begann, mit der Fällung eines einzelnen Baums weiterging, die genehmigt wurde, da angeblich eine Stützmauer nicht mehr stabil war, setzte sich fort zu einer flächendeckenden Rodung der gesamten, ca. 2,3 ha großen Fläche. Auch die drei großen Eichen nördlich der Yorckstraße, wo die Brücke Nr. 5 ankommt, wurden gefällt. Es ist zu befürchten, dass die Rodungen am heutigen Montag weitergehen und dass dann die gesamte Fläche „baureif“ beräumt ist.
In ihrem Flugblatt weist die Anwohnerinitiative darauf hin, dass noch kein Baurecht auf der Fläche existiert und dass die Fällungen zum jetzigen Zeitpunkt ohne Baugenehmigung und ohne Baurecht illegal sind.

Flugblatt der Anwohnerinitiative Flaschenhals vom 28.02.2016. Durch Klick Flugbaltt als PDF laden.
Flugblatt der Anwohnerinitiative Flaschenhals vom 28.02.2016. Durch Klick auf Bild Flugblatt als PDF laden.

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3 Kommentare zu “Anwohner protestieren gegen die Rodungen auf der Bautzener Brache

  1. Das Argument Frischluftschneise zieht aus physikalischen Gründen nicht. Ein zehn Meter hohes Haus hat einen 10-20 Meter langen Windschatten. Nicht Kilometer.. Das ist auch grob formuliert der Inhalt des eingeholten Gutachtes.

    Was die Bäume angeht, wird hier wie so oft der Naturschutz missbraucht für völlig selbstgerechte Ziele. Sonne wird verbaut, mieten steigen – blöd. Letzteres liegt übrigens nur daran, dass die Gegend schöner wird. Welche andere Kausalverknüpfung haben sonst die neuen Wohnungen mit der eigenen?

    Alles immer zu blockieren, was nicht Nulloption oder Märchenpark heißt, ist gelinde gesagt anstrengend. Und weniger gelinde gesagt, ist es dieselbe Angst vor Veränderung, die auch die Clausnitzer auf die Straße treibt. Nur dass es sich eher schickt gegen Besserverdiener zu hetzen als gegen Flüchtlinge. Leute, es heißt Xenophobie, wenn man die neuen Nachbarn nicht bei sich haben will und dabei gar nicht erst fragt, ob die vielleicht nett sind oder sogar Familie haben!

    Oder spricht hier nur der Neidhammel, der es nicht abkann, dass einer mit „unserem“ Gebiet jetzt Millionen verdient? Also Leute, dies ist nicht „unser“ Gebiet, es liegt nur in der Nähe unserer Wohnungen. Ehrlich gesagt, ist es „sein“ Gebiet. Ihr mögt es blöd finden, dass ihr nicht das Geld hattet es zu kaufen. Hätte einer von euch es gekauft, würde er auch Wohnungen darauf bauen wollen; und nicht noch einen winzigen Märchenpark, wo doch in der Gegend gerade ein 15 mal größerer Park entstanden ist.

    Sehr verehrte Wut- und Angstbürger, ihr seid in der Minderheit. Gott sei Dank konntet ihr diese toxische Schandfläche nicht erhalten!

    Till

    1. Klassischer Trollfabrik-Kommentar. Beleidigungen („Neidhammel“), Diffamierungen („Wut- und Angstbürger“), Unterstellungen („Hätte einer von euch es gekauft, würde er…“), groteske Verdrehungen der Wahrheit ins genaue Gegenteil („dass die Gegend schöner wird“), aus der Luft gegriffene Behauptungen („ihr seid in der Minderheit“) und ansonsten eine Riesenportion Dummheit (z. B. wenn angenommen wird, daß „Veränderung“ grundsätzlich gut ist). Und solche Leute soll man dann womöglich auch noch lieben, weil sie ja „vielleicht nett sind oder sogar Familie haben“.

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