Türkiyemspor weiter „haymatloz“?

Unter dem Titel „Stadionfrage nächster Akt – Keine Heimat in Kreuzberg“ wird auf dem Blog von Türkiyemspor berichtet, dass der  Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg am 28.04.2009 beschlossen hat,  die Meldung der zwei Sportplätze auf dem Gleisdreieck zur Investitionsplanung 2009-2013  zurückzunehmen. Die Information basiert auf einer Pressemeldung der Senatsverwaltung für Inneres vom 04. 05. 2009.

Senatsverwaltung für Inneres und Sport kritisiert Gleisdreieckentscheidung des Bezirks zu Lasten des Sports

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport teilt mit:

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport nimmt mit großem Befremden die Rücknahme der Pläne des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg zur Entwicklung von Sportanlagen auf dem Gelände des Gleisdreiecks zur Kenntnis. Geplant waren Sportanlagen, die insbesondere dem Sportverein Türkiyemspor für seine Jugendmannschaften eine adäquate Heimstätte geschaffen hätten. Der Bezirk hatte am 28.04.2009 beschlossen die Meldung zur Investitionsplanung 2009-2013 zurückzunehmen.

Staatssekretär Härtel: „Türkiyemspor leistet beispielhafte integrative Vereinsarbeit. Aus diesem Grund hatte ich die Aufnahme der Pläne des Bezirks in die überbezirkliche Dringlichkeitsliste als Voraussetzung für die Aufnahme in die Investitionsplanung befürwortet. Danach waren auf dem Gelände des Gleisdreiecks der Neubau von zwei Fußballplätzen und einem Sportfunktionsgebäude vorgesehen, um u. a. Türkiyemspor eine angemessene zentrale Sportanlage für ihre Jugendmannschaften zu schaffen.“

Unterstützt wurde dieses Angebot mit Plänen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport zum Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark, indem die Sportanlagen mit Umkleide- und Sozialräumen weiterentwickelt werden. Diese sollen nach haushaltsmäßiger Absicherung innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre realisiert werden. Damit wird die Situation des Vereins für seine 1. Herrenmannschaft und die A-Jugend nachhaltig verbessert. Aktuell spielen Mannschaften an verschiedenen Standorten der ganzen Stadt. Diese Maßnahme im Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark allein reicht für Türkiyemspor nicht aus. Die Sportanlagen im Gleisdreieck sind für die Entwicklung des Vereins weiterhin notwendig, und es bedarf der bezirklichen Unterstützung, die sich aktuell leider nicht abzeichnet.

Die Nachricht wird mit Entäuschung kommentiert:

Des einen Freud´des anderen Leid, heißt es ja bekanntlich. So bleibt Türkiyemspor auch nach über 30 Jahren in Kreuzberg „haymatloz“.

und als möglicher Ausweg wird das Gelände des Flughafen Tempelhofs gesehen. Dabei sagt der Beschluss des Bezirks F’hain-Kreuzberg vom 22. 04. 09, dass eine Arbeitsgruppe, deren Vorsitz Bezirksbürgmeister Franz Schulz übernehmen will, gemeinsam mit „Betroffenen und Beteiligten“ eine Lösung für die Gärten und für den Sport suchen soll. Diesen Versuch sollten wir alle ernst nehmen. Denn damit gibt es zum ersten mal die Chance zu einer Lösung auf dem Gleisdreieck, ohne dass Gärtner und Sportler wie Kain und Abel aufeinander gehetzt werden.

Siehe auch den Kommentar von Firat Kekevi vom 05.05.2009

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Ein Kommentar zu “Türkiyemspor weiter „haymatloz“?

  1. da ich in der unmittelbaren Nähe der Sportanlagen zwischen Monumentenstraße und Kollonenstraße bzw.-brücke wohne und sehe wie verweist diese herrlichen Anlagen wirken kann ich nur sagen wenn man die Ideen der Grünflächen der „Spange“ verinnerlicht kann man die Beseitigung der Kleingärten an der Stelle wo diese Sportanlagen entstehen sollten nicht gut finden.
    eine räumliche Verbindung zwischen dem geplanten Grünzug der Kreuzberger Seite zur Schöneberger Seite und somit zu den vorhandenen Sportflächen wäre sicherlich eine sinnvollere Lösung .Neben dem Victoriapark auf einem Sportplatz gab es mal vor etwa 10Jahren auch einen großen Zustrom von türkischen Fußballvereinen. Jetzt ist es auch da im wesentlichen beängstigend still,warum auch immer.
    Also Zusammenhänge herstellen eine räumliche Schneise nach Schöneberg privilegieren und dann die sicher bestehenden teueren Sportanlagen durch vernünftige Planungslogistik besser nutzen.
    hans juergen hingst

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