Von B 30 zu Beach 61

In den 90er Jahren produzierte hier das Betonwerk für den Potsdamer Platz Millionen von Kubikmetern B30, B25 usw. Danach wurde hier der Aushub aus verschiedenen Baugruben gelagert, zuletzt die Sandberge der Alexa-Baustelle am Alex.  Seit dem 1. Mai hat nun Beach 61 hier sein Lager aufgeschlagen, der Beachvolleyballplatz, der in den letzten drei Jahre auf dem Anhalter Güterbahnhof ansässig war.
Zum Spielen laden 25 Beachvolleyballfelder (Kosten 8.- € pro Stunde) ein. Wer sich ausruhen will, sitzt im Schatten an der Strandbar oder auf Sesseln, die aus Getränkekisten gebastelt wurden und erstaunlich bequem sind. Der Zugang ist möglich von Yorckstraße – gegenüber der Bautzener Straße ins Yorckdreieck hinein oder zu Fuß vom Bülowbogen aus. Die ersten Tage am vergangenen Wochenende waren gut besucht, herzlich willkommen auf dem Potsdamer Güterbahnhof!

Beach 61 ist ausgestattet mit einem 10-Jahres-Vertrag und liegt südlich der U2 auf dem Potsdamer Güterbahnhof auf einer Fläche, die im städtebaulichen Vertrag mit der Vivico von 2005 als Ausgleichsfläche festgelegt wurde (für die erwarteten ökologischen Eingriffe auf den zukünftigen Vivico-Bauflächen). Die Fläche wird in diesem Vertrag auch als „Gleisinseln“ bezeichnet, denn es gibt hier zwei Trassenfreihaltungen für zukünftige Bahnlinien, die Regionalbahn nach Potsdam und die S-Bahnlinie 21, deren Bau die Fläche in mehrere Inseln zerschneiden würde. Von daher ist Beachvolleyball in dieser Form nur eine Zwischennutzung, wenn auch eine sehr langfristige, denn mittelfristig glaubt niemand an die Realisierung dieser Bahnlinien.
Der Beachvolleyballplatz ist Teil des zukünftigen Parks, visuell und von der Nutzung her. Wichtige Wegeverbindungen in Ost-West und Nord-Südrichtung laufen hier vorbei. Trotzdem ist die Planung dieses Sportareals völlig ohne Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgt.
Verehrte Bachvolleyball-Macher, dieser Vorwurf richtet sich nicht gegen Euch, sondern ausschließlich gegen die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Anders als vollmundig angekündigt, hat es bei der Gestaltung für diesen Teil des Parks überhaupt keine Bürgerbeteiligung gegeben, noch nicht mal eine Bürgerinformation. Es gab ein Ausschreibungsverfahren für Träger von kommerziellen Sporteinrichtungen. Die Grundsatzentscheidung vor der Ausschreibung –  wo der Sport stattfinden soll – und dann später die konkrete Ausgestaltung nach der Ausschreibung, das alles fand hinter verschlossen Türen statt. Die Anwohnervertreter in der projektbegleitenden AG  Gleisdreieck hatten dies als Politik des „weißen Flecks“ kritisiert – ohne Erfolg. Hier hat die Senatsverwaltung völlig allein geplant und  ist damit weit zurückgefallen hinter das, was in Berlin in Sachen Bürgerbeteiligung eigentlich Standard ist.
Was ist die Folge? Es fehlt nach wie vor ein Gesamtkonzept für den Park, das auch für den informellen, nicht kommerziellen  Sport, für den Fußball, für die Gärten, für die ruhesuchenden Besucher Flächen bereitstellt. Durch die Festlegung für den Beachvolleyball sind wir dem Konzept nicht näher gekommen. Positiv ist jedoch, dass seit der Öffnung für den Beachvolleyball der Potsdamer Güterbahnhof viel leichter zugänglich ist. Eine Gelegenheit, sich nun vor Ort selbst eine Meinung zu bilden.

Nutzungskonzept Beach 61, PDF-Dokument

Website Beach 61

Ein Kommentar zu “Von B 30 zu Beach 61

  1. Sehr geehrten Damen und Herren,

    wir suchen für ein Sommefest/Projekt, eine geeignete Location. Da dieses Fest im freien und mit Sand stattfinden soll,interessieren wir uns für ihre Location.Anfangs bräuchten wir bisschen Informationsmaterial wie z.B was das Catering kostet, müssen wir das Catering mit bestellen oder können wir uns auch persönlich darum kümmern? Und sonst noch allgemeine Informationen rund um ihre Location.

    Mit freundlichen Grüßen M.Bruk

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