Schulz macht Rückzieher

Auf der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Stadtplanung und Sport im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg am Mittwoch, den 22. 04. 09 hat Bürgermeister Schulz den sogenannten Teilungsbeschluss zum Bebauungsplan Gleisdreieck zurückgezogen.
Mit diesem Teilungsbeschluss sollte die Fläche südlich der Hochbahnlinie U2 auf dem Postdamer Güterbahnhof aus dem Gesamtbebauungsplan Gleisdreieck herausgelöst werden, um dort zwei Trainingsplätze für Fußball anstelle der Kleingärten baurechtlich festzuschreiben. Franz Schulz begründete die Rücknahme des Teilungsbeschluss mit zwei Ereignissen.  Erstes Ereignis: die Zusage des Innensenators Körting an Türkiyemspor für die Nutzung des Jahn-Sportparks im Prenzlauer Berg. Zweites Ereignis: die Erkenntnis des Bezirksamtes, dass einer der Fußballplätze mit dem sogenannten Generalszug kollidieren würde.
(Anmerkung: Der Generalszug ist eine von Lennée und Hobrecht vor 150 Jahren gedachte städtebauliche Achse, die im 19. Jahrhundert durch die Entwicklung der Bahn blockiert wurde. Im zukünftigen Gleisdreieckpark sollte in dieser Achse Bülow-Hornstraße die Verbindung der beiden durch die Fernbahn getrennten Parkhälften stattfinden mit einer Brücke über die Gleise. Die Brücke über die Bahn entfällt nun aus finanziellen Gründen. Die Verwaltung ist dennoch bemüht, zu beiden Seiten der Bahn repräsentative Sackgassen zu bauen.)
Nach kontroverser Diskussion wurde in der Sitzung beschlossen, das nun eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit den „Betroffenen und Beteiligten“ nach einer Lösung für die Gärten und den Sport suchen soll. Bürgermeister F. Schulz möchte die Leitung dieser AG übernehmen, die in zwei Monaten dem Ausschuss berichten soll.
Mal sehen, ob das diesmal klappt. Im Grunde stand dies alles schon im Beschluss der BVV vom letzten Jahr drin. Dort hieß es auch schon, dass gemeinsam mit den Kleingärtnern nach Lösungen gesucht werden sollte.

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