Vor einem Jahr beschloss die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg zu prüfen, für welche Quartiere im Bezirk der Erlass einer Erhaltungssatzung geboten sein könnte. Mit Erhaltungssatzungen nach §172 Baugesetzbuch (auch Milieuschutz genannt) soll versucht werden, der Gentrifizierung wenigstens in räumlichen Teilbereichen gegen zusteuern. Weiterlesen
Stadtplanung von unten
Bürgerbegehren gegen die Bebauung der Bautzener Brache beantragt
Gegen die Bebauung der Bautzener Brache hat die Gruppe „Stadtplanung von unten“ einen Antrag auf Bürgerbegehren eingereicht. Das Ziel des Bürgerbegehrens ist folgendermaßen formuliert: Weiterlesen
Die Kiezwoche des Kreuzberger Horn
Es ist ein unglaubliches Programm, das die Aktiven vom Kreuzberger Horn Jahr für Jahr auf die Beine stellen – ehrenamtlich, ohne jede Förderung. Es beginnt mit der Eröffnung der historischen Ausstellung “So entstand unser Kiez“ durch die neue Bürgermeisterin Monika Herrmann am Freitag Abend 20 Uhr im Rathaus Kreuzberg. Es folgen Kiezspaziergänge, Lesungen , Museumsbesuche, öffentliche Debatten, ein Picknick und und und schließlich zum Abschluss am 7. September das traditionelle Hornstraßenfest mit Super-Musik. Hier das gesamte Programm im einzelnen: Weiterlesen
Nachdruck aus dem Kreuzberger Horn
Milieuschutz = Schutz vor Verdrängung aus dem Kiez?
Die Möglichkeiten des Milieuschutzes nach § 172 Baugesetzbuch werden zur Zeit viel diskutiert – nicht nur in den an den Gleisdreieckpark angrenzenden Stadtteilen. Für den östlich des Gleisdreieckparks liegenden Kiez an der Hornstraße wurde schon 1999 ein Milieuschutzgebiet beschlossen. Christian Schmidt-Hermsdorf beschreibt in der Frühjahrsausgabe des Kreuzberger Horn ausführlich die Erfahrungen mit diesem Instrument. Hier sein Beitrag aus der Nummer 19 des Kreuzberger Horn: Weiterlesen
Abrissarbeiten an der Flottwellstraße
Bitteres Ende für 170 Jahre Eisenbahngeschichte
In diesen Tagen wird die Stützmauer des ehemaligen Potsdamer Güterbahnhofs zur Flottwellstraße abgerissen. Der Abriss markiert das Ende einer Geschichte, die 1837 begann mit der ersten Eisenbahn in Preußen, die Berlin mit Potsdam verband. Anfangs fuhr die Bahn hier durch Wiesen vor den Toren der Stadt. Der Übergang über den Landwehrgraben wurde mit Drehbrücken bewerkstelligt zum nördlich des Grabens am Potsdamer Platz liegenden Personenbahnhof. Nach dem Ausbau des Landwehrgrabens zum Landwehrkanal wurden diese ersetzt durch größere Drehbrücken. Die Konflikte mit dem zunehmenden Schiffsverkehr führten nach 1871 dazu, dass das gesamte Gelände um ein Stufe höher gelegt und die Drehbrücken durch feste Brücken ersetzt wurden.
Bauvorhaben entlang der Grüntangente
Fällung von drei alten Linden in der Crellestraße angekündigt
Nicht nur an der Bautzener Brache und an der Flottwellstraße, an vielen Stellen entlang des Bahngeländes zwischen Potsdamer Platz und Gasometer sind Bauvorhaben geplant, die einerseits von der Vision Grüntangente profitieren, sie aber gleichzeitig massiv beschädigen, z. B. an der Eylauer Straße und jetzt auch an der Crellestraße. Dort sollen am Mittwoch, den 12. 06. 13 drei alten Linden gefällt werden, weil ihre Kronen etwas über die Grundstücksgrenze ragen. Die Kritik der Anwohner und Naturschutzverbände scheint machtlos zu sein, ebenso die Politik. In einem klugen Artikel unter der Überschrift „Die Kapitulation des Bezirks“ beschreibt der Rote-Insel-Blog die Situation: Weiterlesen
Lob im Schatten
Bäume gerettet – dank Bürger_innen-Engagement
An rund 50 Bäumen hingen anlässlich der Eröffnung des Westparks kleine Schilder mit der Aufschrift „Baum gerettet – Dank Bürger-Engagement“. Es hätten noch mehr dieser Schilder sein können. Denn nach der ursprünglichen Planung von Atelier Loidl und Grün Berlin wäre viel mehr plattgemacht worden, z. B. die Baumreihe zwischen Kleingartenlage und Asphaltweg, große Teil der Kleingärten selbst, die beiden Wäldchen links und rechts des Marktplatzes. Weiterlesen
Pressemitteilung des BUND zur Eröffnung des Westparks
BUND: Chancen für eine Pflanzen, Tieren und Menschen nützliche Grünfläche vertan
In einer Pressmitteilung begrüßt auch der BUND (BUND für Naturschutz Deutschland) die Eröffnung des Westparks des Gleisdreiecks. Gleichzeitig weist der BUND jedoch auch darauf hin, dass eine mehr naturnahe Gestaltung gewünscht und möglich gewesen wäre, und dass der Senat schlecht verhandelt habe gegenüber der VIVICO. Die neuen Baufelder an der Flottwellstraße werden nach Auffassung des BUND eine klimatisch effektive Grünverbindung Richtung Potsdamer Platz verhindern. Link zur Pressemitteilung auf den Seiten des BUND
Wir haben die DNA des Parks entscheidend mitgeprägt!
Die Kleingärten mittendrin im Geschehen
Redebeitrag von Klaus Trappmann, Vorsitzender der Kleingärten POG zur Eröffnung des Westparks am 31. 05. 13
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Gleisdreiecks
Heute ist ein großer Tag für uns Laubenpieper vom ehemaligen Potsdamer Güterbahnhof. Wir stehen nicht abseits – abgewickelt, ausbezahlt und abgeräumt. So wie es anfangs vorgesehen war. Sondern: Wir stehen mittendrin im Geschehen Weiterlesen
Berlin, Hauptstadt der Interkulturellen Gemeinschaftsgärten
Gärtnern fast attraktiver als Sex
Redebeitrag von Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen zur Eröffnung des Westparks am 31. 05. 13
Sehr geehrter Herr Senator, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Damen von der Senatsverwaltung, liebe Berliner Öko- und Gartenaktivistinnen, liebe Anwesende
Wir freuen uns, dass in den neuen Park am Gleisdreieck Gärten integriert sind. Zu Gärtnern ist heute schon fast attraktiver als Sex. Die Leidenschaft der Jugend gehört dem gemeinschaftlichen Gemüseanbau. Es ist ein weltweiter Trend, egal ob in New York City, in Detroit oder Toronto, ob in London, Paris oder Sarajewo, ob in Hanoi, Nairobi oder Istanbul: die neuen Städter beackern das Land. Vom Guerilla Gardening über das Urban Gardening, von der urbanen Landwirtschaft bis hin zu den Interkulturellen Gärten: eine ganz neue Generation von Stadtbewohnern will die Hände in die Erde stecken. Gärtnern ist die neue Therapie – gegen Computerfrust und Schreibtisch-Langeweile, gegen Erwerbslosen-Depressionen oder Mangel an Bewegung. Last not least ist der innerstädtische Gemüsebau die symbolische Protestform gegen aromalosen Massenfraß sowie anlagegetriebene Ernährungsdiktatur. Weiterlesen