Selfstorage an der Bautzener Straße:
Irrtum, temporäres Gebäude oder Fake?

21. 09. 2009
 

Die Infoveranstaltung der Anwohner zum geplanten Selfstorage an der Bautzener Straße  am 17.09.09 war überaus gut besucht. Die Anwesenden waren sich einig in ihrer Ablehnung des 85 m langen Riegels. Klar wurde auch der Wunsch vorgetragen, dass die Brachfläche an der Bautzener Straße als öffentliche Grünanlage genutzt und mit dem entstehenden Gleisdreieck-Park verknüpft werden soll. Inzwischen sind auch Zweifel aufgekommen, ob die Planungen für das Selfstorage tatsächlich ernstgemeint sind.
Ein Überlagerung der Zeichnungen für das Selfstorage mit den rechtlich verbindlichen Trassenfreihaltungen zeigt, dass die  Planungen für die neue S-Bahnlinie 21 und für den Umbau der vorhandenen S-Bahnlinie S2 beim Entwurf des Selfstorage-Gebäudes nicht beachtet wurden.
s21-selfstorage-agg-210909

Diese Nichtbeachtung ist sehr erstaunlich. Über die Gründe für diese Nichtbachtung kann man nur spekulieren:

  1. Der Investor Pickens baut ein temporäres Gebäude, dass wieder abgerissen wird, wenn später die S21 realisiert wird?
  2. Die Verwaltung hat die Planungen für die S21 stillschweigend aufgegeben oder verändert? - Unwahrscheinlich.
  3. Grundstückseigentümer Vivico und der  Investor Pickens haben die S21 einfach übersehen? Unwahrscheinlich.
  4. Der Plan ist nicht ernst gemeint. (Dafür spricht auch die nördliche Auffahrt, die viel zu steil ist). Wenn die Anwohner sich ordentlich aufgeregt haben, kommt der rettende Engel und präsentiert ein kleineres Bauvorhaben. Erleichtert stimmen alle zu. Darf ein Stadtplanungsamt (dort wurde den Bürgern der Plan vorgestellt) bei einem solchen Spiel mitmachen? Eigentlich auch unwahrscheinlich. Also doch die erste Erklärung „das Selfstorage als temporäres Gebäude“?
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2 Kommentare zu “Selfstorage an der Bautzener Straße:
Irrtum, temporäres Gebäude oder Fake?”

  1. [...] nur nahe Autobahnen oder in Industriegebieten fernab jeder Wohnbebauung zu finden ist. [Siehe auch hier.] Lichtung im [...]

  2. Hans juergen Hingst schreibt:

    ich selbst hatte ja befürchtet,daß mit der in den Veröffentlichungen der Aif ,das Bonbon, “nämlich die Überführung auf die Kreuzberger Seite ja eigentlich den Zweck hat,die für dort im “Dreieck vorliegende Bebauungsgenehmigung einen erweiterten Raum zu schaffen um den
    dortigen Verkehrsabfluß dann in die Bautzener hinein zu leiten.
    bei täglich 80.000 tausend Auto´s eines neu bebauten Gebietes in die Yorckstraße käme es ja zu erheblichen Problemen.durch die Pickens Planung wäre hier somit ein Abfluß geschaffen und die Option,dann wenn man ja schon mal da ist gleich ein Handelsgewerbe für diese “möglichen herrlichen Riesengebäude zu schaffen.
    Also teile ich die obigen Bedenken erweitere sie und wünsche,daß über die behördlichen Wege z.B den Baustadtrat in Kreuzberg versucht wird Transparenz zu ermitteln.
    Im November 2008 hatte ich bei einer Veranstaltung an der auch der Baustadtrat Krömer des Bezirkes Tempelhof Schöneberg teilnahm eigentlich den Eindruck,daß ja eine andere Planung für den Bereich in der Kolonnenbrücke bis zur Großgörschenstraße vorliegt und dort wurde mir auch vermittelt,daß eigentlich Berlin das Gelände von der Verwertungsgesellschaft der Bahn ,nämlich die Vivico,bereits übernommen habe.
    Das kleine stück welches jetzt von der Großgörschenstraße bis zur Yorckstraße geht soll da nun ausgerechnet noch der Vivico zur Verwertung dienen ist mir mir völlig rätselhaft.
    Hans Juergen Hingst

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