Etwa 50 bis 60 Besucher:innen nahmen vor einer Woche teil an der Enthüllung der Informationstafel – oder Gedenktafel – für die Firma KORI GmbH, die in der Dennwitzsraße 35 residierte und von hier aus bis 1945 als Planer und Lieferant von Verbrennungsöfen den millionenfachen Massenmord der Nationalsozialisten ermöglicht hatte. Das Grundstück Dennwitzstraße 35 befand sich unmittelbar neben dem Eingang Kurfürstenstraße in den Westpark. Weiterlesen
Schlagwort: KORI
Spezialfirma in der Dennewitzstraße 35
Einweihung der Informationstafel zur Ofenbaufirma H. Kori GmbH
Vor 15 Jahren, im Februar 2011 habe ich zum ersten Mal auf gleisdreieck-blog.de über KORI berichtet. Nun, am kommenden Freitag, 20.03.2026 um 15:30 Uhr wird schließlich eine Tafel eingeweiht werden, die am Parkeingang Kurfürstenstraße an den dunkelsten Teil unserer Geschichte erinnern soll. In der Dennewitzstraße 35 residierte die Firma KORI, die von hier aus in der Zeit ab 1939 Verbrennungsöfen für verschiedene Konzentrationslager und T4-Tötungsaktionen geplant und geliefert hat. Ohne das Mitwirken von Firmen wie KORI wäre der millionenfache Massenmord nicht möglich gewesen.
Wo ist die Dennewitzstraße 35 ?
Wie den Täterort KORI markieren ?
In den nächsten Jahren soll am Eingang Kurfürstenstraße in den Westpark des Gleisdreiecks über die Firma KORI informiert werden, die von der Dennewitzstraße 35 aus Leichenverbrennungsanlagen für den industriellen Massenmord in zahlreichem Konzentrationslagern und Tötungsanstalten geplant und geliefert hat. Doch das Gebäude und das Grundstück der Dennewitzstraße 35 sind verschwunden. Wie also diesen Täterort markieren? Weiterlesen
Dennewitzstraße 35
Mahntafel für die Firma KORI am Eingang Kurfürstenstraße in den Gleisdreieckpark
Dank des Antrags von Bertram von Boxberg (Grüne) in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg soll am Eingang Kurfürstenstraße in den Westpark des Gleisdreiecks eine Mahntafel angebracht werden, die an die Firma KORI erinnert, die von hier aus Verbrennungsöfen in zahlreiche Konzentrationslager und für das Euthanasie-Programm der Nazis geliefert hat. Weiterlesen
Wahlkampf löst nur kleine Probleme
Die sechs Eingänge zum Westpark des Gleisdreiecks aus dem Bezirk Schöneberg
Als Wahlkampfaktion geplant, nahm der Kiezspaziergang der SPD am 13. 04. 11 mit dem Abgeordneten Lars Oberg und Senatorin Junge-Reyer doch einen einigermaßen sachlichen Verlauf. Der in der Einladung von Lars Oberg formulierte Vorwurf, der von den Grünen regierte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg würde die Interessen der Schöneberger Bürger missachten, spielte auf dem Kiezspaziergang keine Rolle. Unterwegs wurde deutlich, dass bei den meisten Eingängen auf Schöneberger Seite noch Probleme zu lösen sind, aber weniger vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, als mehr vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg sowie von der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe Gleisdreieck, in der die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die Grün Berlin GmbH die Federführung haben. Weiterlesen
Dennewitzstraße 37
Minus 90 Grad
Britney Spears kam hier nicht am Türsteher vorbei, ebenso wenig der Autor dieser Zeilen. Dafür haben viele andere, gut aussehende Menschen im 90 Grad gefeiert, u. a. Dr. h. c. Fischer, Dr. rer. nat. Merkel und Dr. Stoiber. Letzterer war 2002 hier, um in der Berliner Partyscene auf Stimmenfang zu gehen. Um ein Haar hätte er dabei einen Joint in die Hand bekommen. Dank des Einsatzes seines 1,98 m großen Wahlkampfhelfers blieb ihm wenigstens diese Erfahrung erspart. Weiterlesen
Dennewitzstraße 35
KORI GmbH: “Wie Sie wissen, sind wir eine Spezialfirma . . .”
Vergangene Woche berichtete der Tagesspiegel über die Erfurter Firma Topf & Söhne, die die Öfen für Konzentrationslager u. a. in Auschwitz, hergestellt hat und deren ehemaliger Firmensitz in Erfurt nun zu einem Erinnerungsort umgestaltet wurde. Am Ende des Artikel schreibt der Autor des Tagesspiegelartikels, Eike Kellermann “ . . . Ein Einzelfall war die Erfurter Firma freilich nicht. So lieferte auch der Berliner Konkurrent Kori dutzende KZ-Öfen. Doch die Geschichte von Kori, sagt Historikerin Schüle, ist noch nicht erzählt . . . “ Weiterlesen