Etwa 50 bis 60 Besucher:innen nahmen vor einer Woche teil an der Enthüllung der Informationstafel – oder Gedenktafel – für die Firma KORI GmbH, die in der Dennwitzsraße 35 residierte und von hier aus bis 1945 als Planer und Lieferant von Verbrennungsöfen den millionenfachen Massenmord der Nationalsozialisten ermöglicht hatte. Das Grundstück Dennwitzstraße 35 befand sich unmittelbar neben dem Eingang Kurfürstenstraße in den Westpark. Weiterlesen
Monat: März 2026
Spezialfirma in der Dennewitzstraße 35
Einweihung der Informationstafel zur Ofenbaufirma H. Kori GmbH
Vor 15 Jahren, im Februar 2011 habe ich zum ersten Mal auf gleisdreieck-blog.de über KORI berichtet. Nun, am kommenden Freitag, 20.03.2026 um 15:30 Uhr wird schließlich eine Tafel eingeweiht werden, die am Parkeingang Kurfürstenstraße an den dunkelsten Teil unserer Geschichte erinnern soll. In der Dennewitzstraße 35 residierte die Firma KORI, die von hier aus in der Zeit ab 1939 Verbrennungsöfen für verschiedene Konzentrationslager und T4-Tötungsaktionen geplant und geliefert hat. Ohne das Mitwirken von Firmen wie KORI wäre der millionenfache Massenmord nicht möglich gewesen.
No-SLAPP
Anhörung im Ausschuss des Bundestags zur Umsetzung der europäischen Anti-SLAPP-Richtlinie
Am heutigen Montag, den 16.03.26 findet im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestags die Anhörung zur Umsetzung der Anti-SLAPP-Richtlinie statt. Die Sitzung kann auch online verfolgt werden. Link zur Sitzung
Mit der Abkürzung SLAPP (engl. strategic lawsuit against public participation = Strategische Klage gegen öffentliche Beteiligung; engl. slap = Schlag, schlagen) sind offenkundig rechtsmissbräuchliche Klagen gemeint, die den Zweck haben, Kritiker einzuschüchtern und so öffentlich vorgebrachte Kritik zu unterbinden. Weiterlesen
Wem gehört die Stadt?
Zehn Skandale um die Urbane Mitte
Kommentar von Patrick Vater
Die Art und Weise, wie der Investor Periskop – genauer: die Urbane Mitte Besitz S.à.r.l. – am 26.02.2026 von Senator Gäbler und der SPD (zusammen mit den Stimmen von CDU und AfD) den B-Plan für das Baufeld Süd der sogenannten „Urbanen Mitte“ erhielt, nur als skandalös zu bezeichnen, wäre vermutlich ein klassisches Understatement. Über den Vorgang selbst haben wir ausführlich informiert. Neben der Sache an sich – also neben der inhaltlichen Debatte über Park, Anwohnerinteressen und Stadtentwicklung – gibt es hier allerdings noch eine zweite Dimension. Das Schauspiel der letzten Wochen gibt nämlich fast schulbuchmäßig Aufschluss darüber, wie in Berlin Macht ausgeübt wird. Weiterlesen
Umplanung vorgegaukelt
Bebauungsplan Urbane Mitte Süd unverändert beschlossen
Warum wir die „Urbane Mitte“ weiter kritisch begleiten
Am 26.02.26 hat das Abgeordnetenhaus den Bebauungsplan für das südliche Baufeld der Urbanen Mitte beschlossen. Es besteht nun Baurecht für die ersten zwei von insgesamt sieben Türmen. Die beiden Gebäude auf dem Südfeld sollen 49 und 25 m hoch werden und auf einem zweigeschossigen Sockel stehen, der wiederum auf einer zweigeschossigen Tiefgarage aufliegt. Auf dem Baufeld in der Nähe des Poststellwerks würde damit das bisher unversiegelte Gelände zu 100 % versiegelt. Weiterlesen