Klimaanpassung und Klimaschutz

Architects for Future e.V. zu Gast am Bauzaun zur Urbanen Mitte

Heute möchten wir einladen zum  nächsten Aktionstag am Bauzaun zur Urbanen Mitte am Sonntag, den 6. August von 15:00 bis 18:00 Uhr. Treffpunkt ist am ehemaligen Poststellwerk in der Nähe der Skateranlage, also dort wo es vom Ostpark in den Westpark des Gleisdreiecks geht.

Wir freuen uns sehr, dass dieses Mal die Architects for Future e.V. zu Gast sind.

  • Was bedeuten 100% Versiegelung und sieben Hochhäuser in der Frischluftschneise zwischen Tiergarten und südlichen Stadtrand für die Umgebung und die Bildung von möglichen Hitzeinseln?
  • Und kann Bauen tatsächlich CO2-frei erfolgen? Oder sogar CO2-negativ – wie es im überarbeiteten Bebauungsplan für das südliche Baufeld der Urbanen Mitte suggeriert wird? Danach würden die Gebäude zu einer CO2-Senke!

Wir sind gespannt auf den gemeinsamen Diskurs und die Antworten.

Kommt zahlreich und diskutiert gerne mit! 

Für eine zukunftsgerechte und sozial-ökologisch nachhaltige Stadtentwicklung in Berlin.

Herzlichen Gruß

Matthias Bauer

2 Kommentare zu “Architects for Future e.V. zu Gast am Bauzaun zur Urbanen Mitte

  1. Der Deutschlandfunk hat sich am Wochenende in seinen Kulturfragen ebenfalls mit dem “Berliner” Architekten Arno Brandlhuber unter dem Titel “Umnutzen statt neu bauen” den aktuellen Erfordernissen ans Bauen gewidmet:

    https://www.deutschlandfunk.de/umnutzen-statt-neu-bauen-architekt-arno-brandlhuber-zum-maeusebunker-in-berlin-dlf-1f941f72-100.html

    Wenn man seine Aufzählung so anhört, wirkt die beantragte Planung von O&O “Baukunst” für die Urbane Mitte in etwa so sachgerecht und zeitgemäß wie ein ausgestorbenes Fossil aus dem Naturkundemuseum. Vielleicht kann der “grüne” Baustadtrat Schmidt ja besser hören als lesen?

  2. Zu “Und kann Bauen tatsächlich CO2-frei erfolgen? …. ”

    Dem Spiegel vom 8.7. hatte ich damals das folgende interessante Zitat entnommen und notiert:

    Seite 32: “Holz für die Hüttn”
    ” ….
    Beton und Zement, die üblicherweise zum Bau von Häusern verwendet werden, sind wahre Klimakiller.
    Allein für eine Tonne Zement werden bis zu 600 Kilogramm CO2 freigesetzt.
    ….
    Laut Berechnungen der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen werden bei einem konventionellen Neubau bis zu 800 Kilogramm CO2 ausgestoßen – pro Quadratmeter.
    …. ”

    Wenn ich nun diese Zahl (800 Kg CO2 / m2) hochrechne auf die Gebäude der Siedlung Möckernkiez, in der ich wohne, und die weitgehend konventionell, also z. B. weitgehend ohne Holzbauten, gebaut wurde, komme ich zu folgenden Zahlen:

    Bruttogeschossfläche (BGFa) 68.043 m² mal 800 Kg CO2 / m2 = 54.434.400 Kg CO2,

    also schätzungsweise 54.434 Tonnen CO2

    wurden emittiert durch den Bau der Siedlung Möckernkiez eG.

    Und da sind noch nicht mal die Außenanlagen (Kiezstraßen und -platz, große Treppe mit Fahrrad-Rampe aus Beton zur Yorckstraße) enthalten.

    Das würde die Kompensation dieser Menge CO2 bei Atmosfair kosten:

    1.251.991 Euro

    (Laut https://www.atmosfair.de/de/kompensieren/wunschmenge/ )
    (+ alle Außenanlagen)

    Also im Mittel etwa 2.500 Euro pro Wohnung und Gewerbeeinheit (471 Wohnungen und etwas über 20 Gewerbeeinheiten).

    ————

    Laufende Kosten:

    Die Umstellung der Erdgas- / Biogas-Mischung auf nur Biogas (Versorgung der Energiezentrale der Siedlung) würde laut Geno-Vorstand etwa 50.000 Euro im Jahr Mehrkosten verursachen (Stand von vor 3 oder 4 Jahren).

    Soziales:
    Um sozial im Sinne von WBS zu werden (wie etwa 30 Prozent der Wohnungen einiger großer Wohnbaugesellschaften) müsste der vor Mietbeginn zu zeichnende (unverzinsliche) Geno-Anteils-Wert pro Quadratmeter von 920 auf etwa 1.300 Euro steigen, denn WBS-Inhaber können i. d. R. keine Anteile zeichnen.
    Um die Miete (Nutzungsgebühr) der WBS-Inhaber auf 7-9 Euro kalt zu begrenzen müsste die Miete der übrigen Mieter entsprechend steigen.
    Oder es müssten entsprechende WBS-Förderkredite in Anspruch genommen werden, was bisher nicht geschah.

    Wenn wir – als Möckernkiez eG – das alles täten würde ich anfangen von einem ökologischen und sozialen Wohnen zu sprechen.

    Bis jetzt sind wir m. E. überwiegend eine elitäre Mittelstandssiedlung mit einer riesigen CO2-Schuld.

    In der ich aber sehr gerne wohne.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert