Über die Schienen der Yorckbrücken deportierten die Nazis zwischen 1942 und 1945 mehr als 9.600 Jüdinnen und Juden vom Anhalter Bahnhof in Konzentrationslager, vor allem nach Theresienstadt. Die wenigsten überlebten. Zuvor gelang es noch zahlreichen Verfolgten, von diesem Bahnhof ins Ausland und Exil zu fliehen – oft waren es Kinder und Jugendliche ohne ihre Eltern.
Das Gedenkzeichen erinnert an diese Menschen, deren Lebenswege ganz unterschiedlich mit dem ehemaligen Anhalter Bahnhof verbunden waren. Und es veranschaulicht, welche Fragen zur Gegenwartsbedeutung dieser Geschichte des Parks sich Jugendliche heute stellen.
Entstanden ist das Gedenkzeichen im Rahmen des Projekts “Wohin führen diese Gleise?! Jugendliche erforschen die Gegenwart der (NS-)Geschichte im Park am Gleisdreieck”, das Schüler*innen des Robert-Blum-Gymnasiums gemeinsam mit dem Jugend Museum seit September 2025 für die Dauer eines Schuljahres durchführen. Ausgangspunkt waren Fragen nach den sichtbaren und unsichtbaren Spuren der Geschichte im heutigen Park und danach, wie Erinnerung im öffentlichen Raum von Jugendlichen heute gestaltet werden kann. Am 7. Juli wird die Werkschau des Projekts im Jugend Museum eröffnet, begleitet von einer künstlerischen Intervention der Jugendlichen, die ab 29. Juni unter den Yorckbrücken zu sehen sein wird.
Programm am 27.5.2026
- Performance der Jugendlichen vom Robert-Blum-Gymnasium
- Begrüßung Bezirksstadtrat Tobias Dollase
- Projektvorstellung durch das Jugend Museum und Jugendliche des Robert-Blum-Gymnasiums
- Grußwort Stiftung EVZ
- Enthüllung des Gedenkzeichens Gespräch und Ausklang
Ort
[GPS-Koordinaten: 52.4921603229347, 13.374897458195338] Link zu google-maps: https://maps.app.goo.gl/EHwde3VfoRhjhReVA