Am Parkeingang Kurfürstenstraße

Rückblick auf die Einweihung der Informationstafel zur KORI GmbH

Etwa 50 bis 60 Besucher:innen nahmen vor einer Woche teil an der Enthüllung der Informationstafel – oder Gedenktafel – für die Firma KORI GmbH, die in der Dennwitzsraße 35 residierte und von hier aus bis 1945 als Planer und Lieferant von Verbrennungsöfen den millionenfachen Massenmord der Nationalsozialisten ermöglicht hatte. Das Grundstück Dennwitzstraße 35 befand sich unmittelbar neben dem Eingang Kurfürstenstraße in den Westpark.

Hier ein kurzer Überblick über die mediale Berichterstattung.

Paul Enk schreibt auf mittendran.de:

Die Enthüllung einer Gedenktafel ist immer ein Ereignis, das zum Nachdenken anregt, wenn es Opfern zu gedenken gilt: Wer war das Opfer, wie und warum wurde sie/er zum Opfer, wer oder was hat sie/ihn verletzt, getötet, vernichtet?
Gedenktafeln, die an Täter erinnern sollen, erzwingen dieses Nachdenken: Nicht die Person des Täters sollte im Mittelpunkt stehen, sondern die Umstände, die aus Mitmenschen Täter machen. Es gibt immer viel mehr Täter für jedes einzelne Opfer.
Link: https://www.mittendran.de/enthuellung-einer-gedenktafel-der-dennewitzstrasse-2/

Günter Piening berichtet im “nd” ausführlich über die Hintergründe, ein Ausschnitt:

Effizienz für den Massenmord

Diese Haltung traf auf die Interessen des NS-Regimes. Man suchte nach technischen Lösungen, um die steigende Zahl der Ermordeten in den Tötungsanstalten und Lagern verschwinden zu lassen. Städtische Krematorien beschwerten sich bereits über die enorme Zahl angelieferter Leichen. Massenmord scheut Öffentlichkeit. Tötung und Verbrennung direkt auf dem Gelände der Anstalten erschienen deshalb als praktikable Lösung. So drang aus den Lagern möglichst wenig nach außen. Auch Kori-Beschäftigte, die die Öfen einbauten, wurden zu »besonderer Verschwiegenheit über die auszuführende Arbeit« verpflichtet, wie die Geschäftsleitung der SS-Neubauleitung zusicherte.
Link: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198447.ns-erinnerung-berlin-oefen-fuer-den-massenmord.html

Das Bezirksamt berichtet auf Instagram mit einer Folge von Bilder. Man sieht Bezirksbürgermeister Oltmann und den Lokalhistoriker Norbert Peters, die beide kurze Ansprachen gehalten haben. Der musikalische Beitrag der Bläsergruppe aus der Musikschule ist kurz zu hören, es fehlt aber leider das Audio  der beiden Ansprachen, eine verpasste Chance.

 

 

 
 
 
 
 
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Gruppe Gleisdreieckpark

Auch Julian von Bülow von der Gruppe Gleisdreieckpark berichtet mittels Instagram. Auf diesem Kanal wird übrigens regelmäßig über Entwicklungen am Gleisdreieck berichtet aus Sicht der gewählten Mitglieder des Parkbeirats. 

 

 
 
 
 
 
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