Bebauungsplan VI-140cab Urbane Mitte Süd

Stellungnahme einer Anwohnerin vom Bülowbogen

Gastbeitrag von Elisabeth Meyer-Renschhausen

Das geplante Bauvorhaben beruht offenbar auf einer mangelhaften Abstimmung der B-Pläne zwischen Friederichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg und Mitte und mit dem Flächennutzungsplan des Senats.
Eine solche Baustelle würde den Park auf dem Gleisdreieck auf Jahre zur Makulatur werden lassen. Der Park würde mitnichten noch als Ausgleichmaßnahme zur dichten Bebauung Potsdamer Platz gelten können, ganz im Gegenteil.

Auch wenn die Senatsverwaltung für Umwelt, Klima und Verkehr sich darum bemüht, den einzigen Weg zwischen den beiden Parkteilen offen zu halten, würde die Baustelle die unbehelligte Überwegung zum zweiten Parkteil auf Jahre zu einer Tortur werden lassen, angesichts dessen, dass man heute mit derartig großen Maschinen meint bauen zu müssen, die entsprechend autobahnartig große „Baufreiheiten“ benötigen. (Sogm. „Baufreiheiten“, die bekanntlich den Fußgängern gerne auf Jahre alle Freiheiten und Weggerechte nehmen, siehe Baustelle Bülowstraße/Ecke Potsdamer Straße, wo einem zum Bus eilenden Blumenthalstraßen-Bewohner drei- bis fünffaches an der Ampel-warten – sollen ungeniert zugemutet wird oder eine „behutsame“ Park-Entwicklung auch nicht erlaubt haben.)

Der Park auf dem Gleisdreieck würde damit in seiner Funktion extrem beeinträchtigt. Im Übrigen sind den Bewohnern des Bülowbogens resp. Nordschönebergs, Süd-Tiergartens und Kreuzbergs (vor allem im Bülowbogen) die seit über 30 Jahren ständigen Baustellen, samt Baulärm und Baustaub und Behinderungen nicht mehr zuzumuten. Anzuregen wäre eine Prüfung und wissenschaftlich Studie, wieviele der Anwohner schwerwiegenden Folgekrankheiten ertragen müssen durch diese Dauerbelastungen, welcher Schaden den Krankenkassen und der Allgemeinheit dadurch entstand.

Resultat der Hochhäuser mit dem widerlichen Reklamenamen „Urbane Mitte“ wäre eine massive klimatische Verschlechterung des Parks auf dem Gleisdreick und der umliegenden Wohnquartiere.Der Luftaustausch wäre massiv beeinträchtigt. Die Hochhäuser würden weniger Regenfall bedeuten.

Hochhäuser bedeuten für Fahrradfahrer bekanntlich Windböhen-Streß (wie unter dem bekannten Gebäude in der Pallasstraße) mit Unfallgefahr.

Last-not-least: Der namensgebene Bahnhof Gleisdreieck wäre nicht mehr zu sehen, vor allem nicht mehr vom Park-Eingang von der Bülowstraße her. Der bisher interessante optische Gesamteindruck des Westparks würde von den geplanten Hochhäusern erdrückt. Da nun bekannt ist, dass die Bauherren eine vorher notwendige Umweltstudie nicht unternehmen ließen und eine um ein Drittel zu große Bauplanung beabsichtigen, ist das Ganze als ein unseriöses Manöver zu betrachten. Geeignet die entsprechenden hauptsächlich entscheidenden Personen zu blamieren.

Freundliche Grüße

Elisabeth Meyer-Renschhausen

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