Stadtumbau West

Etwas Neues am westlichen Vorplatz der Yorckbrücken

Im Rahmen der Veranstaltung zum Stadtumbau West am 10.11.17 im Rathaus Schöneberg wurde der Planungsstand zum westlichen Vorplatz der Yorckbrücken vorgestellt. Neu ist, dass noch in diesem Jahr die Ausschreibung der Bauleistungen stattfinden soll. Und im nächsten Jahr soll dann gebaut werden. Alt ist dagegen die Planung. Außer den entfallenen Zugängen zum Bahngelände hat sich nichts geändert. Dies zumindest zeigt ein Vergleich der Bilder vom 09. 11. 2017 und vom 6. 11. 2016.

Am 9. 11. 2017 im Rathaus Schöneberg vorgestellt, auf den Seiten des Bezirksamtes ist leider kein Plan zu finden.
Planungsstand vom  6. 11. 2016, auf den Seiten des Bezirksamtes nicht zu finden.

Die Legende zum Plan für den westlichen Vorplatz der Yorckbrücken vom 3. 11. 16

  1. Anlage von Stellplätzen in der Sackgasse der Bülowstraße
  2. Wegfall von Stellplätzen
  3. Fällung von drei Bäumen und diversen Büschen
  4. Verschiebung des Klohäuschen Richtung Yorckstraße
  5. Anlage von Terrassen
  6. Der Vorgarten verschwindet unter Natursteinpflaster.
  7. Höhenunterschied von 80 cm mit fünf Steigungen, keine direkte Zufahrt in die Höfe mehr möglich.
  8. Reduzierung der Yorckstraße um eine Fahrbahn
  9. Verkleinerung der Mittelinsel
  10. Verlegung der südlichen Fahrbahnen etwas nach Norden
  11. Vorbau des Bürgersteige Manstein/Yorckstraße
  12. Anlage von Stellplätzen in der Mansteinstraße
  13. Gestrichelte Linie, Erschliessung der Höfe, kompliziertes Rangieren notwendig

Drei kritische Fragen

  • Warum wird der Vorgarten auf der Nordseite, der von einer Nachbarin gepflegt wird, nicht integriert? Denn die Nichtberücksichtigung des Vorgartens steht im Widerspruch zu den Projekten des Quartiersmanagements im Schöneberger Norden, mit denen die Eigeninitiative zur Gestaltung und Pflege von Grün gefördert werden soll.
  • Wie funktioniert die Erschließung der Hofbereiche, z. B. über die Durchfahrt der Yorckstraße 43 ? Durch die Höhenstufe der neu geschaffenen Terrasse ist keine direkte Zufahrt mehr möglich, sondern aufwendiges Rangieren notwendig?
  • Warum haben die Planer nicht versucht, hier gemeinsam mit Anwohnern und Gewerbetreibenden ein Konzept zu entwickeln?

Die Antwort von Herrn Tibbe/Gruppe Planwerk: Die Dame könne ja eine der Baumscheiben auf der zukünftigen Terrasse bewirtschaften, mit den QM-Projekt wolle er gerne zusammenarbeiten. Die Zufahrt zu den Hofbereichen sei gewährleistet.

Hilfreicher war die Äußerung von Jörn Oltmann, Stadtrat für Stadtplanung und Bauen. Er sprach sich dafür aus, das nochmal eine Veranstaltung vor Ort stattfinden soll.

Unter dem Zeitdruck der schon vorbereiteten Ausschreibung der Bauleistungen – in wenigen Wochen die Beteiligung nachzuholen, die in den letzten fünf Jahren nicht stattgefunden hat, wird jedoch eine große Herausforderung sein.

Dabei ist das Prinzip der Planung seit 2012 unverändert. Fünf Jahre lang wäre Zeit gewesen, eine Veranstaltung vor Ort durchzuführen, um Anwohner und Gewerbetreibende zu beteiligen. Fünf Jahre lang wurde nichts gemacht.

Das einzige, was sich in den fünf Jahren geändert hat, ist, dass der von hier geplante Zugang zum Gleisdreieckpark und zum Wannseebahngraben entfallen ist. Erst blockierten Bezirksamt und Gruppe Planwerk sich selbst, indem sie eine Lösung favorisierten, die nicht kompatibel war mit den Gleisen der neuen S-Bahnlinie S21. Später kam dann noch die Stammbahn (Regionalbahn nach Potsdam) wieder ins Gespräch, dass war dann das endgültige Aus für den Zugang zum Bahngelände.

Frühere Artikel zum Thema: https://gleisdreieck-blog.de/?s=Westlicher+Vorplatz

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2 Kommentare zu “Etwas Neues am westlichen Vorplatz der Yorckbrücken

  1. Ich wusste nicht, dass das Klohäuschen verrückbar ist. Vielleicht sollten sie es auf den Platz an der Katzlerstr. beim Eingang zur U-Bahn hinstellen. Jedes Mal, wenn ich aus dem Fenster gucke, urininiert jemand hinter dem Mauer vom Dönerladen oder sogar in der Ecke von dem kleinen Sportplatz. Dutzendfach am Tag. Kann man noch irgendwo vorbringen?

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