Die BVG wünscht allen Fahrgästen Hals- und Beinbruch

U-Bahn-Baustelle verursacht gefährliche Situationen auf der Yorckstraße

Seit einigen Wochen kommt es in der Yorckstraße zu sehr gefährlichen Begegnungen zwischen Fußgängern und Autofahren. Ursache sind die Bauarbeiten der BVG. Im U-Bahnhof Yorckstraße ist der westliche Ausgang an der Ecke zur Katzler Straße wegen Instandsetzungsarbeiten gesperrt.. Das bedeutet, dass alle, die hier zwischen U7 und S1 oder zwischen M119 und U7 umsteigen, die Yorckstraße ungeschützt zu Fuß überqueren. Das sind Tausende täglich.

Auf schlecht platzierten Plakaten fordert die BVG die Fahrgäste auf, die Ampel am Übergang Bautzener/Yorckstraße zu benutzen. Für Ortsfremde ist jedoch nicht klar, wo es lang geht. Und dies würde einen Umweg von ca. 250 Meter bedeuten.

Plakat am U-Bahnhof Yorckstraße
Plakat am U-Bahnhof Yorckstraße

Ob nun aufgrund mangelnder Ortskenntnis oder weil sie schnell noch die Bahn erwischen wollen, fast alle laufen direkt über die Straße. Sobald sich eine Lücke im fließenden Verkehr auftut, geht es los. Auf der der Gegenfahrbahn kommt es dann oft zu den gefährlichen Situation, insbesondere wenn Autofahrer, die vorher mehrfach sich an Ampeln ausgebremst fühlten, nun auf ihren Vorfahrtsrechten beharren.

Was macht die BVG? Inzwischen sind Barrieren an der Bordsteinkante aufgebaut worden, die wohl das Überqueren verhindern sollen. Allerdings können die Barrieren nicht durchgängig sein. Auf der Nordseite bleibt eine Öffnung an der LKW-Einfahrt zum Baumarkt Hellweg und auf der Südseite muss die Bushaltestelle offen bleiben.

Der Bau von Barrieren ist hier der falsche Weg. Zur Erinnerung: als von 5 Jahren der Flaschenhalspark eröffnet wurde und die Verbindung von Ostpark zum Flaschenhals mittels der Brücke Nr. 10 noch nicht freigegeben war, wurden auch Barrieren an der Bordsteinkante installiert, um den Fußgängern das Überqueren der Yorckstraße zu verwehren. Die Folge war, dass es noch gefährlicher wurde. Denn zur gefährlichen Straßenquerung kam dann noch eine Kletterpartei dazu. Die, die nicht trittfest waren, torkelten dann relativ unkontrolliert auf die Fahrbahn.

Was wäre notwendig und angemessen?

Eine Baustellen-Fußgängerampel – denn immerhin sollen die Bauarbeiten im U-Bahnhof bis zum Frühjahr 2021!  andauern. Und solange die Ampel nicht da ist, müsste hier eine Verkehrsregelung mit Schutzmann (oder Schutzfrau) und Kelle stattfinden.

Am kommenden Donnerstag, den 31. 10. 2019 um 12 Uhr wird genau hier in der Yorckstraße der „Geschichtsparcours Yorckbrücken“ eröffnet werden. Mit dabei die Jutta Kaddatz, Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Soziales und Jörn Oltmann, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bauen. Hoffen wir, dass die Geschichte der Yorckbrücken bis dahin nicht um ein schlimmes Kapitel ergänzt werden muss.

Nachtrag

Die SPD im Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat einen Antrag gestellt mit der Überschrift “U-Bahn-Baustelle Yorckstraße: Gesicherten Übergang für Umsteigende einrichten”. Auf der Bezirksverordnetenversamlung am kommenden Mittwoch, den 30.10.19 steht der Antrag auf der Tagesordnung.

Antrag: Gesicherter Übergang Yorckstrasse, SPD TS, 30-10-19

 

Veröffentlicht in Yorckstrasse

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3 Kommentare zu “U-Bahn-Baustelle verursacht gefährliche Situationen auf der Yorckstraße

  1. …mal wieder sehr reißerisch geschrieben. autos beharren hier nicht auf ihr vorfahrtsrecht, sie haben einfach vorfahrt! wenn fußgänger eigenmächtig in fließenden verkehr laufen, dann verhalten diese sich rechtswidrig. die nächste ampel ist schnell erreicht und hierzu braucht es auch keine weiteren ausschilderungen, sie ist mit bloßem auge gut zu erkennen. eine weitere ampel würde hier nur den verkehrsfluss behindern.

    1. Die katastrophalen Zustände unter den Yorckbrücken zeigen offensichtlich, daß den politisch Verantwortlichen und auch der BVG die Interessen von Fahrgästen und Fußgängern völlig am Allerwertesten vorbeigehen.
      Soll mir doch keiner erzählen, daß es für einen, der noch alle Tassen im Schrank hat, nicht absehbar gewesen sein könnte, welche haarsträubenden Situationen durch die jetzige “Regelung” entstehen würden.
      Es ist schlichtweg nicht zu fassen, warum für die umsteigenden Fahrgäste keine Ampellösung getroffen wurde. Heute konnte ich als Radfahrender nur um Haaresbreite einem Zusammenstoß mit einem über die Yorckstraße hetzenden Fahrgast vermeiden und mußte mich dann auch noch beschimpfen lassen. Die Yorckstraße unter den Yorckbrücken ist für mich ab sofort “verbrannte Erde”. Da fahr ich nicht mehr durch!

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