Hellweg Baumarkt

Yorckdreieck: Die Eckpunkte werden in den Boden gerammt

Seit ein paar Tagen haben im Yorckdreieck die Bauarbeiten für den Hellweg-Baumarkt begonnen. Dafür ist die Firma PST-Grundbau mit großen Maschinen vor Ort. Es sieht so aus, als würden nun Löcher für Pfahlgründungen gebohrt, die dann mit Beton ausgegossen werden. An diesen Bohrpfählen wird dann später die Fundamentplatte des Gebäudes verankert werden.

Noch im Juni hatte Bezirksbürgermeister Schulz in einem Gespräch zugesagt, dass im Herbst die  Bürgerbeteiligung zum Yorckdreieck mit der Auslegung der Bebauungsplanunterlagen beginnen werde – mit einer öffentlichen Präsentation als Start. Nun wird also gebaut, ohne dass die im Baugesetzbuch vorgesehene Bürgerbeteiligung stattgefunden hat. Liegt überhaupt ein Bauantrag und eine Baugenehmigung vor ?

Vielleicht gibt es irgendwann eine nachträgliche Bürgerbeteiligung. Aber sie  würde dann  mit vollendeten Tatsachen konfrontiert, damit völlig entwertet und könnte das Projekt nur noch im Detail modifizieren. Denn die Eckpunkte des Projekts werden jetzt in den Boden gerammt – wahrsten Sinne des Wortes.

Die einzigen, die tatsächlich beteiligt waren, war das sogenannte Baukollegium der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, ein Gremium, dass unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagt. Es war zu hören, dass das Baukollegium einen Architektenwettbewerb zur Fassadengestaltung des Baumarktes  vorgeschlagen hat. Das Ergebnis des Wettbewerbs ist hier zu sehen: http://www.haas-architekten.de/index.php?id=78

Bilder vom 9. Dezember 2011

Frühere Artikel zum Baumarkt im Yorckdreieck

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4 Kommentare zu “Yorckdreieck: Die Eckpunkte werden in den Boden gerammt

  1. Schon wieder eine Falschmeldung in diesem Blog? Doch kein Baubeginn für den Hellweg-Baumarkt? Jeder, der vor Ort die großen Baumaschinen gesehen hat, musste von Baubeginn ausgehen. Und tatsächlich ist es auch das – auch wenn die Vermutung, es würden die Fundamente für den Baumarkt gelegt, nicht zutrafen. Jetzt wissen wir, dass „nur“ eine Spundwand am westlichen Rand des Grundstücks gebaut wird, mit der der zur Deutschen Bahn gehörenden Bahndamm zwischen der S-Bahnlinie 1 und dem Grundstück von Hellweg abgefangen werden soll. Und im hinteren Bereich des Grundstücks wird eine Regenwasserzisterne für die Sprenkleranlage des Baumarkt betoniert.

    Das sind tatsächlich doch mehr als bauvorbereitende Maßnahmen. Und es gab keinerlei Informationen dazu, noch nicht einmal ein Bauschild wie es die Berliner Bauordnung in § 11 vorsieht.

    Es ist zu hoffen, dass durch die jetzt stattfindenden Arbeiten, keine Vorentscheidungen zementiert werden. Das würde die für Frühjahr 2012 geplante Bürgerbeteiligung ad absurdum führen.

    Wer die Pläne von Hass-Architekten ansieht, wird sehen, dass der Baumarkt ca. 1,5 m über Straßenniveau liegt. Nach Auskunft der Firma Hellweg war dies eine Forderung des Baukollegiums – aus „städtebaulichen Gründen“ soll das Gebäude 1,5 m höher als notwendig werden. Aus Sicht von Anwohnern, aus Sicht der zukünftigen Parknutzer wäre genau das Gegenteil sinnvoll. Jeder Meter weniger in der Höhe ist hier ein Gewinn, beispielsweise um die Ausblicke vom Park Richtung Süden zum Schöneberger Gasometer zu erhalten. Hoffentlich wird durch die jetzt laufenden Arbeiten nicht die Höhenlage des zukünftigen Gebäudes festgeschrieben.

    Die Pläne von Haas-Architekten zum Baumarkt in der Yorckstraße

    http://www.haas-architekten.de/index.php?id=78

  2. Sehr geehrter Herr Bauer,

    vielen Dank für die Zusendung Ihres Artikels vom 12. Dezember 2011 zum Thema „Hellweg Baumarkt/Yorckdreieck: Die Eckpunkte werden in den Boden gerammt“.

    Die aufgrund des Artikels von mir veranlasste Recherche bezüglich Baumaßnahmen auf dem Grundstück von Hellweg hat dabei folgendes ergeben:

    Am westlichen Rand des Grundstücks erfolgt der Bau einer Stützmauer. Die Baumaßnahme liegt auf der Fläche der DB auf planfestgestellter Eisenbahnfläche. Die DB ist somit genehmigende Behörde.

    Am nördlichen Ende des Grundstücks auf der Fläche von Hellweg wurde ein Bauantrag bei dem Bezirksamt auf Bau eines (unter der Erde liegenden) Wassertanks gestellt, der später eine Sprinkleranlage speisen soll. Der Antrag war bauplanungsrechtlich zu genehmigen. Hellweg ist darüber informiert, dass der Bau auf eigenes Risiko hinsichtlich ausstehendem Bauplanungsrecht für einen Baumarkt erfolgt.

    Das Bebauungsplanverfahren befindet sich noch ganz am Anfang. Wir haben noch keinen Aufstellungsbeschluss. Damit bewegen wir uns noch in dem Stadium, die Hinweise der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung aus dem vorgeschalteten Anzeigeverfahren nach dem Berliner Ausführungsgesetz zum Baugesetzbuch abzuarbeiten.

    Dazu wurden auch mehrere Sitzungen des Baukollegiums genutzt, unter Einbeziehung eines kleinen Wettbewerbes für die Gestaltung des Gebäudes. Zwischenzeitlich liegt dazu ein abgestimmter Vorschlag vor.

    Aus meiner Sicht sollten nunmehr zur Klärung des weiteren Bebauungsplanverfahrens drei Schritte angegangen werden:

    1.
    Nachdem nunmehr auch die Bezirksämter und Bezirksverordnetenversammlungen in Friedrichshain- Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg gewählt worden sind sowie die Sitzungspläne der Fachausschüsse vorliegen, kann jetzt überhaupt erst eine Zeitplanung für das Bebauungsplanverfahren erstellt werden.

    2.
    Möglichst zeitnah sollte insbesondere im Planungsausschuss Tempelhof-Schöneberg noch einmal der Stand und das Ergebnis der bisherigen Abstimmung zum Vorhaben Baumarkt erfolgen.

    3.
    Entsprechend der Zusage auf der ersten öffentlichen Veranstaltung sollte spätestens in der ersten Hälfte Februar 2012 die zweite öffentliche Veranstaltung stattfinden, um das Verkehrsgutachten und die anderen Arbeitsergebnisse den BürgerInnen vorzustellen und zu diskutieren.

    Ich hoffe, dass wir damit gemeinsam das weitere Verfahren offen und transparent weiterführen können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Franz Schulz

    Original: http://gleisdreieck-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/f-schulz-bauer-20-1211.pdf

  3. im Hintergrund hab ich rausgehört,daß Hellweg irgendwie stinkig
    war und trotzig jetzt ohne Schmalz sein Ding durchzieht.
    Auf dem Wettbewerbsbild gibt beim U richtung Ost kein Nahversorgungszentrum zu sehen und der scheinbare Fahrzeugeingang der ja eigentlich für Zulieferer angedacht war
    sieht nach einspurig aus auch keine Ampel ist zu sehen in dem schemenhaft erkennbaren Haupteingang gibt es an der Yorckstraße
    Ecke Bautzener Richtung West zwei neue elektronische Weisungsanzeiger die evt.darauf hindeuten,daß wahlweise der mögliche Eingang für Kundenfahrzeuge zu-oder abfließen soll
    was dann Wirklichkeit wird,daß vieles durch unsere Bautzener zu-oder abfließt.
    gruselig
    hab noch im Ohr wie Krömer tönte,daß dies verhindert werden könnte.scheint so zu sein daß die Bürgerbeteiligung bezüglich des erweiterten Bautzener Platzes in die Straße hinein ein falsches Signal gesetzt hat und nun bestraft werden könnte.
    also noch gruseliger.
    hoffentlich lieg ich falsch denn auch die leisesten Fernzüge reißen mich aus dem Schlaf besonders wenn sie in warteposition direkt gegenüber meines Schlafplatzes vor sich hinbrummen .
    Und dann noch die vielen Auto´s dazu
    scheint sich auf Slum hinzubewegen.Neben mir haben schon die ersten Türken ihre Fahnen rausgehängt.Selbst meine Reaktion mit der kurdischen Fahne hat nichts bewirkt.
    jetzt versuch ich´s mal mit einer griechischen.
    John
    John.

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