Exil für Pflanzen, eine Aktion der Initiative Möckernkiez

Noch zeigt das zukünftige Baufeld Möckernkiez südlich des im Herbst eröffneten Ostparks die typische Bahnbrachenvegetation. Wenn dort ab nächstes Jahr gebaut werden wird, wird jedoch dort kein Platz mehr sein für dieses Grün. Offensichtlich ist dies auch für die am Projekt Möckernkiez Beteiligten ein Problem. Am Samstag, den 12. 11. 2011 von 11 bis 16 Uhr plant die Initiative Möckernkiez deswegen eine Pflanzaktion der besonderen Art. Lieber jetzt ein Exil finden für das Grünzeug, als nächstes Jahr alles plattmachen.

„Am Aktionstag sollen Pflanzen ausgegraben, gesichert und verschenkt werden“ heißt es in der Einladung. Bloß wohin mit den Pflanzen in der Zwischenzeit? Und vertragen wild gewachsene Pflanzen ein mehrjähriges Exil, bevor sie an den ursprünglichen Platz zurückkehren, der dann völlig verändert sein wird?

Einladung Pflanzaktion Möckernkiez, PDF-Dokument

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4 Kommentare zu “Exil für Pflanzen, eine Aktion der Initiative Möckernkiez

  1. Diese Aktion finde ich sehr toll! Schade das ich heute davon das erste Mal erfahre. Aber schön das sich Menschen auch noch um die kleinen Dinge im Leben kümmern. Ich finde leider gar keine Information wie den die Aktion verlaufen ist. Auch der nächste Artikel gibt da nicht sehr viel her. Oder habe ich was übersehen?

  2. Einerseits gebärdet sich dieser Investor wie jeder andere in der Stadt (Hauptziel ist die optimale Verwertung eines teuer eingekauften Grundstücks), andererseits soll die Öffentlichkeit das möglichst nicht mitkriegen.
    Genauso wie die Tiefgaragen von den Genossen als „autofreies Wohnen“ verkauft werden, soll die Pflanzaktion darüber hinwegtäuschen, dass das Grundstück weit über das zulässige Maß versiegelt werden soll. Offizielle Begründung: Besondere „städtebauliche Gründe“, dafür gibt es vom Bezirksamt wie fast immer in der Innenstadt eine Sondergenehmigung.

  3. genau diese Fragen beschäftigen uns auch: zum Glück haben wir gute Kontakte zu aktiven Gruppen, die uns Flächen zur Verfügung stellen und wenn die Pflanzen ein neues und gesundes Zuhause finden, reißen wir sie da auch nicht wieder raus. Über alle Tipps und Hilfen freuen wir uns!

  4. Schon gesehen,die mitzunehmenden Pflanzen sind ja schon alle markiert.Wir könnten das Zeug rüber zum Flaschenhals deportieren,da wird erst in zwei Jahren gebaut,der Boden ist so ziemlich der gleiche.Oder wir machen ne Guerillaaktion und verseuchen den Park…harharhar

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