5 Kommentare zu “Rundgang mit Norbert Rheinlaender

  1. Ich wohne seit über 30 Jahren in Schöneberg und bin jetzt Rentner.
    Ich habe leider keine e-mail-Adresse der Aktionsgemeinschaft Gleisdreieck gefunden und auch keine Kontaktadresse von Architekt Matthias Bauer oder Norbert Rheinländer.
    Ich kann mich leider in dem Park am Gleisdreieck nicht aufhalten, da ich auf eine jederzeit leicht erreichbare Toilette angewiesen bin. Jeder Mensch muss mal …manche dringend, plötzlich und sofort. Auch mit meinen Enkeln kann ich nicht in den Park, da auch sie aufs Klo müssen. Auf den 13 ha Parkfläche des „Multifunktionsraumes“ ist aber kein Klo zu finden. Darüber bin ich wütend und enttäucht und frage die „Verantwortlichen“ der Aktionsgemeinschaft, wie dies geschehen konnte. ( Ich fühle mich an die Erbauung des Schlosses in Versailles von Ludwig XIV erinnert).
    Das Fehlen von Klos ist für mich ein Skandal ersten Ranges. Zudem werden dadurch die Frauen diskriminiert, da die Männer ja im Stehen im Gebüsch pinkeln können – trotz der Schilder nicht betreten.
    Ich habe zwar von den Schwierigkeiten der Aktionsgemeinschaft an der Mitwirkung bei der Parkerstellung gelesen, aber wurde von ihr das Thema Toiletten eingefordert?
    Ich wäre für eine Rückantwort dankbar.( Eine Veröffentlichung ist mir unwichtig und kann unterbleiben).
    Mit freundlichen Grüßen

    Wilhelm Elsäßer

  2. kann ja nur wünschen,daß der liebe Herr Baustadtrat Krömer der von den Plakatwänden braungebrannt runterschaut auf das Treiben in seinem Stadtteil mal ruckzuck runtersteigt
    und sich auch das ansieht was hanninga treffend beschreibt.
    Könnte ja sein,daß er Anregungen bekommt was man auf „unserer Seite“ also jenseits von Kreuzberg nicht machen sollte.

    diese Rufe und Lockungen ins OFF aus purer Hoffnung ausgestoßen
    wollen unbedingt eine Verknüpfung der 3Flächen mit/ und untereinander wobei noch immer unklar
    ist welche STIMME die Anwohner der Bautzener Straße geschweige der Anwohner der Kreuzbergstraße aus dem Flüsterstadium entweicht.
    und nicht vergessen heute 11sepXI um 15:00 die Begehung mit hoffentlich nicht musealem Charakter an der Brache nutzen um uns zu konditionieren.

    hanShan
    mein Namensgeber

    übrigens ein chinesischer Dichter
    der die

    Gedichte vom kalten Berg

    vor Urzeiten
    sehr kraftvoll auf kalten Steinen in tiefen Schluchten verewigt hat.

  3. Was ich bei aller Dankbarkeit allerdings vermisse, ist eine „Tangente“, die die Tristesse des Tempelhofer Feldes mit der des Gleisdreiecks verbindet. Vielleicht könnten ja diejenigen, die „vier Jahrzehnte“ für das jetzt vorliegende Ergebnis auf dem Gleisdreieck gekämpft haben, noch ein paar Jahrzehnte dranhängen, und auch diese für uns erkämpfen? Einen Namen für sie hätte ich jedenfalls schon: Boulevard der Aktionisten.

  4. Ich danke für die Panzerstraßen, mit denen man das Gleisdreieck eingesargt hat, für das Treiben, das nun an die ruhigsten Ecken des Geländes gelockt worden ist, für den von Büschen und Bäumen befreiten Zu- und Ausgang, von dem aus die Kinder ungehindert mit Tempo auf die stark befahrene Möckernstraße radeln und rennen können. Für den Einblick und Durchblick, der es erlaubt, das Gelände innerhalb von Sekunden optisch zu erfassen, um sich gelangweilt abzuwenden.
    Welche Entspannung bieten die Pisten für Fußgänger, eine größere Ödnis kann man sich kaum vorstellen, ein Biotop ist in einen Erlebnispark umgewandelt worden. Meine Vorstellungskraft hat trotz der Kenntnis der Pläne nicht ausgereicht, um mir vorzustellen, dass Landschaftsplaner, von denen man naiverweise erwartet, dass sie eine innige Liebe mit der Natur verbindet, zu dieser Naturzerstörung fähig wären. Man war vor Jahrzehnten schon so weit, zu erkennen, dass gerade Pisten keinerlei Erlebniswert besitzen und Menschen rechte Winkel immer diagonal abkürzen und so die „Trampelpfade“ entstehen.
    Wo es vor der Umgestaltung möglich war, über Stunden zu verweilen und immer wieder eine neue Ecke und ein anderes Kleinstbiotop zu entdecken, kann man heute den Fahrradweg zum Potsdamer Platz oder zur Yorckstr. nutzen, um schnell durchzuheizen, dann hat man auch schon alles gesehen. Das Wäldchen wird zur öffentlichen Kloake verkommen und wenn erst der Möckernkiez entstanden sein wird, wird das ganze Ausmaß der Öde erkennbar sein, denn noch profitiert der Park zumindest optisch von der wilden Natur rund um den ehemaligen Beachvolleyballplatz. Seit Wochen versuche ich, dem Park vor meiner Tür etwas Positives abzugewinnen und nach jedem Spaziergang bin ich nur wütend über soviel Ignoranz und den Umgang mit engagierten Bürgern. Trotz allem werden viele dankbar sein für die neuen Möglichkeiten, die meisten, weil sie nicht den Preis dafür kennen.

  5. Meinen Dank an Norbert für diese Aufnahmen! Besser hätte man die Tristesse des Ortes nicht verdeutlichen können.

    Das absolute Highlight sind für mich übrigens die an verbogenen Masten aufgehängten Kuhglocken.

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