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	<title>Comments on: 2. Planungsforum zum Westpark</title>
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	<description>Informationen und Meinungen rund ums Berliner Gleisdreieck</description>
	<pubDate>Fri, 18 May 2012 09:50:02 +0000</pubDate>
	
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		<title>By: Elisabeth Meyer-Renschhausen</title>
		<link>http://gleisdreieck-blog.de/2010/07/16/2-planungsforum-zum-westpark/comment-page-1/#comment-532</link>
		<dc:creator>Elisabeth Meyer-Renschhausen</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 10:23:44 +0000</pubDate>
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		<description>Bürgerbeteiligung funktioniert doch: Das sollte uns sehr freuen. In 
jedem Falle ist ein sehr erfreuliches Ergebnis, daß nun neben einem 
Kulturerlebnisspielplatz, dem Interkulturellen Garten Rosenduft auch die 
einzigen Obstbäume Kreuzbergs, nämlich alle Gärten der POG also der 
Potsdamer Güterbahnhof (Eisen-)Bahn-Landwirtschaft ohne Einschränkung 
bleiben sollen. Das freut auch und gerade die (zu guten Teilen 
unfreiwillig gartenlosen) Anrainer auf der Schöenberger Seite - umgeben 
von furchtbar heißen, lauten und überbreiten Straßen, die hier fast ein 
Drittel der bebauten Fläche einnehmen..
Als Anwohner des Westparks wünschen wir uns daher zudem möglichst 
schmale Wege mit weitgehend natürlichem Boden (Waldboden ist z.B. für 
Jogger und auch gewöhnliche Spaziergänger das Beste) und statt 
überbreiten, viele schmale Wege, möglichst gut beschattet. Gerade in 
diesem brüllend heißen Sommern wie heuer wieder im Juli 2010, da 
reihenweise die Bäume vertrocknen  (im Nelly-Sachs-Park ist schon wieder 
eine Eiche sowie eine Birke vertrocknet) wird uns doch allen klar, daß 
wir viele und noch viel mehr hohe Bäume nebst niedrigem Buschwerk 
brauchen, die das Wasser im Boden halten, die Schatten hervorbringen, 
der den Rasen vor dem Austrocknen bewahren kann. Wir plädieren daher 
dafür jeden Baum, der es auf dem Gleisdreieck fertig gebracht hat, sich 
selbst zu tränken über die letzten 40 Jahre, stehen zu lassen, da er 
offenbar ein Tiefwurzeler ist und weil er uns milde Kühle zu fächelt, 
als "CO-2-Senke" dient, Gifte absorbiert und Lärmgeräusche mildert und 
auch allgemein zur Klimaverbesserung beträgt. Rasen zu sähen ist 
hingegen "out of time", das können wir von den Naturschützern 
Kaliforniens lernen, die Rasenflächen als Wasserverschwender gar sogar 
aus allen privaten Gärten bannen möchten. Im kontinentalen Steppenklima 
Berlins mit den geringen Niederschlagmengen von ca. 400 mm im 
Jahresschnitt, vertrocknet der Rasen im armen Nordschöneberg - wie wir 
in diesem Jahr sehen können - bereits ab Anfang Juli und stellt eine 
unansehnliche Strohmasse dar, die keine klimatische Ausgleichsfunktion 
mehr hat. Wildkräuter hingegen wie Beifuß, Seifenkraut, Johannniskraut, 
Natternkopf, Brennesseln, Disteln, Wildrosen, Königskerzen, Fingerhut, 
Rainfarn und Borretsch etc. halten durch. Wir sollten daher möglichst 
viele Gebüschinseln auf dem Gleisdreieck erhalten und aufhören, 
tiefwurzelnde Bäume dem heute üblich gewordenen Sicherheitsdenken zu 
opfern. Das Leben kann man nicht versichern und gegen den resp.als 
Antwort auf den Klimawandel hilft nur Erhalt von möglichst viel Grün 
bzw. genauer die Wiederbewaldung der Welt und zwar auch Berlins und 
Brandenburgs. Wir wünschen uns daher außerdem statt Parkplätzen auch die 
weiteren Flächen für Gemeinschaftsgärten, für die uns ehedem versprochen 
worden sind, nunmehr endlich zugewiesen zu bekommen. Die Zukunft gehört 
den vielen verschiedenen Formen von Selbsthilfe-Gemüse-Gärten, 
Gemeinschaftsgärten und Permarkulturgärten, vor allem in der Form des 
"Waldgarten" - also in etwa demjenigen, was die Menschen in den Tropen, 
wo wir so gerne hinreisen, als "Agroforestry" in vorbildlich 
klimaveträglicher Art und Weise seid Jahrhunderten betreiben und deren 
Garten-Know-how wir die meisten unserer Gemüsepflanzen verdanken...
Elisabeth Meyer-Renschhausen, AG Gleisdreieck, AG Kleinstlandwirtschaft, 
AG Interkulturelle Gärten in Berlin und Brandenburg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bürgerbeteiligung funktioniert doch: Das sollte uns sehr freuen. In<br />
jedem Falle ist ein sehr erfreuliches Ergebnis, daß nun neben einem<br />
Kulturerlebnisspielplatz, dem Interkulturellen Garten Rosenduft auch die<br />
einzigen Obstbäume Kreuzbergs, nämlich alle Gärten der POG also der<br />
Potsdamer Güterbahnhof (Eisen-)Bahn-Landwirtschaft ohne Einschränkung<br />
bleiben sollen. Das freut auch und gerade die (zu guten Teilen<br />
unfreiwillig gartenlosen) Anrainer auf der Schöenberger Seite - umgeben<br />
von furchtbar heißen, lauten und überbreiten Straßen, die hier fast ein<br />
Drittel der bebauten Fläche einnehmen..<br />
Als Anwohner des Westparks wünschen wir uns daher zudem möglichst<br />
schmale Wege mit weitgehend natürlichem Boden (Waldboden ist z.B. für<br />
Jogger und auch gewöhnliche Spaziergänger das Beste) und statt<br />
überbreiten, viele schmale Wege, möglichst gut beschattet. Gerade in<br />
diesem brüllend heißen Sommern wie heuer wieder im Juli 2010, da<br />
reihenweise die Bäume vertrocknen  (im Nelly-Sachs-Park ist schon wieder<br />
eine Eiche sowie eine Birke vertrocknet) wird uns doch allen klar, daß<br />
wir viele und noch viel mehr hohe Bäume nebst niedrigem Buschwerk<br />
brauchen, die das Wasser im Boden halten, die Schatten hervorbringen,<br />
der den Rasen vor dem Austrocknen bewahren kann. Wir plädieren daher<br />
dafür jeden Baum, der es auf dem Gleisdreieck fertig gebracht hat, sich<br />
selbst zu tränken über die letzten 40 Jahre, stehen zu lassen, da er<br />
offenbar ein Tiefwurzeler ist und weil er uns milde Kühle zu fächelt,<br />
als &#8220;CO-2-Senke&#8221; dient, Gifte absorbiert und Lärmgeräusche mildert und<br />
auch allgemein zur Klimaverbesserung beträgt. Rasen zu sähen ist<br />
hingegen &#8220;out of time&#8221;, das können wir von den Naturschützern<br />
Kaliforniens lernen, die Rasenflächen als Wasserverschwender gar sogar<br />
aus allen privaten Gärten bannen möchten. Im kontinentalen Steppenklima<br />
Berlins mit den geringen Niederschlagmengen von ca. 400 mm im<br />
Jahresschnitt, vertrocknet der Rasen im armen Nordschöneberg - wie wir<br />
in diesem Jahr sehen können - bereits ab Anfang Juli und stellt eine<br />
unansehnliche Strohmasse dar, die keine klimatische Ausgleichsfunktion<br />
mehr hat. Wildkräuter hingegen wie Beifuß, Seifenkraut, Johannniskraut,<br />
Natternkopf, Brennesseln, Disteln, Wildrosen, Königskerzen, Fingerhut,<br />
Rainfarn und Borretsch etc. halten durch. Wir sollten daher möglichst<br />
viele Gebüschinseln auf dem Gleisdreieck erhalten und aufhören,<br />
tiefwurzelnde Bäume dem heute üblich gewordenen Sicherheitsdenken zu<br />
opfern. Das Leben kann man nicht versichern und gegen den resp.als<br />
Antwort auf den Klimawandel hilft nur Erhalt von möglichst viel Grün<br />
bzw. genauer die Wiederbewaldung der Welt und zwar auch Berlins und<br />
Brandenburgs. Wir wünschen uns daher außerdem statt Parkplätzen auch die<br />
weiteren Flächen für Gemeinschaftsgärten, für die uns ehedem versprochen<br />
worden sind, nunmehr endlich zugewiesen zu bekommen. Die Zukunft gehört<br />
den vielen verschiedenen Formen von Selbsthilfe-Gemüse-Gärten,<br />
Gemeinschaftsgärten und Permarkulturgärten, vor allem in der Form des<br />
&#8220;Waldgarten&#8221; - also in etwa demjenigen, was die Menschen in den Tropen,<br />
wo wir so gerne hinreisen, als &#8220;Agroforestry&#8221; in vorbildlich<br />
klimaveträglicher Art und Weise seid Jahrhunderten betreiben und deren<br />
Garten-Know-how wir die meisten unserer Gemüsepflanzen verdanken&#8230;<br />
Elisabeth Meyer-Renschhausen, AG Gleisdreieck, AG Kleinstlandwirtschaft,<br />
AG Interkulturelle Gärten in Berlin und Brandenburg</p>
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