Am 26. 05. 2010 in der BVV Kreuzberg-Friedrichshain

Sicherung der Kleingärten, Alternativen für den Fußball im Yorckdreieck und auf dem Tempelhofer Feld

In vier Sitzungen von Mai 2009 bis März 2010 hat der von Bezirksbürgermeister Schulz einberufene Runde Tisch zum Thema Sport und Kleingärten auf dem Gleisdreieck getagt. Als Ergebnis der Diskussionen am Runden Tisch liegt nun eine Beschlussvorlage vor, über die die Bezirksverordnetenversammlung am kommenden Mittwoch, den 26. 05. 2010 entscheiden wird.

In dieser Vorlage schlägt das Bezirksamt vor:

  • Die vorhandenen Kleingärten werden gesichert. Damit wird die soziale, kulturelle und ökologische Bedeutung der Gärten anerkannt und die Möglichkeit eröffnet, die Gärten in den entstehenden Gleisdreieck-Park zu integrieren.

Für den Vereinssport werden zwei alternative Standorte vorgeschlagen:

  • Das Yorckdreieck (Fläche an der Yorckstraße mit der Araltankstelle zwischen den S-Bahnlinien S1 und S2) wurde vom Grundstückseigentümer VIVICO an einen Interessenten verkauft, der auf dem Dach seines Gebäudes einen Sportplatz realisieren möchte. Mit einem ähnlichen Konzept hat der Bezirk  schon am Wriezner Bahnhof positive Erfahrungen gemacht. Dort wurde auf dem Gebäude der Metro ein wettkampfgerechter Fußballplatz realisiert.
  • Auf dem Tempelhofer Feld sollen vier bis sechs wettkampfgerechte Fußballplätze entstehen. Dies hatte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf der dritten Sitzung des Runden Tisches erklärt. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wird sich nun dafür einsetzen, dass die in seinem Bezirk beheimateten Sportvereine dort zum Zuge kommen.

In seiner Arbeit hatte sich der Runde Tisch zuvor intensiv mit verschiedenen Standorten für den Vereinssport auf dem Gleisdreieck beschäftigt. Dabei wurde klar, dass der anfangs vorgesehene Standort südlich der U2 nicht zu halten war. Dort waren die Lärmabstände zur Wohnbebauung zu gering und ein Großteil der Kleingärten hätte weichen müssen. Als einzig machbarer Standort für einen wettkampfgerechten Sportplatz innerhalb des Gleisdreieck-Parks stellte sich die Fläche zwischen den beiden Hochbahnen der U1 und U2 heraus. Dieser Standort wurde jedoch von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und vielen Anwohnern abgelehnt, da damit die größte Freifläche im westlichen Teil des Gleisdreieck-Parks vom Sport dominiert worden wäre. Aus dieser Zwickmühle helfen nun die alternativen Standorte für den Vereinssport im Yorckdreieck und auf dem Tempelhofer Feld.

Wenn die BVV Friedrichshain-Kreuzberg am kommenden Mittwoch der vorliegenden Beschlussvorlage zustimmt, ist wohl mehr erreicht, als viele der Beteiligten des Runden Tisches anfangs zu hoffen gewagt haben. Beide Interessen kommen zum Zuge. Die Gärten mit ihrer hohen Biodiversität und ihren gewachsenen sozialen Beziehungen bleiben erhalten und für den Vereinssport eröffnen sich Perspektiven, an die in der Vergangenheit niemand denken konnte.

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Ein Kommentar zu “Sicherung der Kleingärten, Alternativen für den Fußball im Yorckdreieck und auf dem Tempelhofer Feld

  1. Am Dienstag, den 25. 05. 10 hat der Ältestenrat der BVV in F’hain-Kreuzberg auf Antrag der SPD beschlossen, die Drucksache 0667/III in die Ausschüsse zu überweisen. Und zwar an den Ausschuss für Stadtplanung und Bauen als federführenden, sowie an den Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Wohnen und den Sportausschuss.
    In der BVV am Mittwoch 26. 05. 10 findet wahrscheinlich keine Debatte statt. Das Thema wird dann auf der nächsten Sitzung des Stadtplanungausschusses behandelt.

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