Gleisdreieck 2010

Grüner Fortschritt

Das Gleisdreieck 2010 beginnt mit einem Wintermärchen im Flaschenhals. Vom Anhalter Güterbahnhof über die Yorckbrücken kommend geht es vorbei an krumm gewachsenen Eichen und eingefrorenen Rosensträuchern. Unter dem Schnee liegt die Wiese am Waldrand mit dem sommerlichen Partyplatz. Birken, Robinien, vereinzelt Kiefern und Ahorne wachsen zwischen Schienen. Hagebutten geben die Farbtupfer dazu. Ein Dornröschenland. Wenn wir es nicht in den letzten Jahren schon auf dem Anhalter Güterbahnhof erlebt hätten, würde man es nicht glauben, dass dies alles im Namen eines grünen Fortschritts abgeräumt werden soll!

Die Bilder wurden aufgenommen auf der Fläche, die nach der Planung von Grün Berlin und Atelier Loidl plattgemacht werden soll. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre wissen wir: allein die guten Argumente der Bürgervertreter in der sogenannten Planungsbegleitenden Arbeitsgruppe werden die Planierraupen und Kettensägen der  Grün Berlin GmbH und des Atelier Loidl nicht aufhalten. Freunde des Dornröschenlands, organisiert Euch!

Zweites großes Thema wird in 2010 die Entwicklung des Potsdamer Güterbahnhofs sein. Manche nennen es auch den Westpark. Wichtige Fragen sind noch ungeklärt. Wird es eine Lösung für den Sport geben, wie wird mit der vorhandenen Vegetation umgegangen,  bleiben die Kleingärten erhalten? Ein Chance, sich zu informieren und sich eine Meinung zu bilden, gibt es am Samstag, den 23. Januar. Der Quartiersrat Magdeburger Platz lädt ein zu einer Begehung, auf der versucht werden soll, die Planung vor Ort zu visualisieren. Mit dabei Regina Krokowski, Grün Berlin GmbH und Matthias Bauer AG Gleisdreieck, Treffpunkt 23. 1. um 14 Uhr, Ecke Kurfürstenstraße/Dennewitzstraße, (ehemals Club 90°).
Infos zur Begehung auf http://schoeneberger-norden.de/

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Ein Kommentar zu “Grüner Fortschritt

  1. Liebe Mitstreiter/innen der AG Gleisdreieck!
    Liebe Anwohnerinnen und Anwohner der Bautzener Straße und umliegender Straßen!
    Liebe Interessierte!
    Apropos „Flaschenhals“:
    Welche konkrete Fläche ist denn damit nun gemeint?

    Wir von der AIF-Bautzener Straße definieren das ehemalige Bahngelände schon immer so:
    Der „Flaschenhals“ ist das östlich wie westlich der Bahngleise und zwischen Yorckbrücken und Monumentenbrücke liegende ehemalige Bahngelände.

    Weil wir das so sehen, werben wir seit Jahren beim Bezirk Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung dafür, das ehemalige Bahngelände insgesamt als Ganzes und gesamtstädtisch ganz wichtigen Baustein des Grünzuges zwischen Südgelände und Gleisdreieck-Park/Potsdamer zu bePlatz/Tiergarten zu begreifen.

    Wir wünschen uns deshalb , dass Bezirk wie Senatsverwaltung endlich die immer noch nicht vollständig realisierte Brachflächenverfügbarkeit entlang der Bautzener Straße herstellen (zwischen ca. Höhe Großgörschenstraße und Yorckstraße ist nach wie vor die Firma VIVICO Brachflächeneigentümerin).Wir fragen uns natürlich, warum seit Frühjahr 2006 – seit diesem Zeitpunkt gab es den 1. und 2. Runden Tisch dazu vom Bezirksamt T-S sowie weitere Gespräche mit dem Bezirksamt- keinerlei Vorkehrungen getroffen wurden, Mittel aus dem Stadtumbau West Projekt Schöneberg-Südkreuz vorzusehen. Warum wurden für die Programmjahre 2006-2009 keinerlei Mittel eingeplant, um diese restliche Bahnbrache in das öffentliche Eigentum zu bringen? Warum hat das Bezirksamt z.B. für den Schwerlastkörper dies so praktiziert. Z.B. Planung jährlicher Raten: 2006= 36.000 Euro – 2007=146.000 Euro- 2008= 304.000 Euro – 2009= 448.500. Oder es wurde z.B. für die Havelland-Grundschule so praktiziert: 2007= 15.000 Euro – 2008= 174.000 Euro – 2009= 1.072.000 Euro. Oder z.B. waren für den Flaschenhalspark 2007 vom Bezirksamt T-S 237.000 Euro vorgesehen.

    Obwohl alle wissen, dass ein Rest des ehemaligen Bahngeländes (Brachfläche entlang der Bautzener Straße ca. Höhe zwischen Großgörschenstraße und Yorckbrücken)
    noch nicht im öffentlichen Eigentum ist und dies für eine gedeihliche Entwicklung der Parklandschaft insgesamt sowie des Grünzuges vom Südgelände bis zum Gleisdreieck-Park (und weiter über Postdamer Platz bis zum Tiergarten) von erheblicher gesamtstädtischer Bedeutung ist, hat sich bisher nichts getan. Der AIF-Bautzener Straße liegen keinerlei Informationen vor, dass das Bezirksamt T-S bzw. die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung planen, Mittel für die Programmjahre 2010-2013 einzustellen, um die Brach-Restfläche zu erwerben. Vielleicht haben sie das aber ja vor! Z.B. sind die geplanten Mittel eingeteilt: 2010= 4.685.000 Euro – 2011= 4.864.000 Euro – 2012 = 4.850.000- 2013= 1.981.000. Insgesamt= 16.380.000 Euro

    Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder insbesondere gegenüber dem Bezirk T-S wie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Grün Berlin GmbH direkt (z.B. im Rahmen des 2. Planungsforums Gleisdreieck am 9.7.2007) erläutert, für wie wichtig wir die städtebaulich angemessene Gestaltung der Parkschnittstelle im Süden halten, ebenso wie südwestlich entlang der Bautzener Straße, hier insbesondere im Bereich Yorckstraße bis Großgörschenstraße (Grund: Angrenzendes QM-Gebiet).

    Bereits im Frühjahr 2006 hatten zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner attraktive und barrierefreie Zugänge und Eingänge sowie die Durchwegung westlich und östlich der Bahngleise gefordert. Dies wurde ausführlich im Rahmen der Präsentation der damaligen Entwürfe für den Gleisdreieck-Park (Postgüterbahnhof) schriftlich und mündlich geäußert. D.h., seit langem machen sich viele Bürgerinnen und Bürger für eine sensible und städtebaulich angemessene Gestaltung des ehemaligen Bahngeländes zwischen Bautzener Straße auf der einen Seite und Kreuzberg/Katzbachstraße auf der anderen Seite stark. Und trotzdem halten Planer und Politiker/innen bisher stur und beinhart an alten Überlegungen fest! Es scheint ihnen -trotz aller Gesten und Bekundungen zur Bürgerbeteiligung und deren Wertigkeit- nicht in den Kram zu passen, was die Bürgerinnen und Bürger in überwältigender Mehrheit wollen!

    Es bleibt abzuwarten, inwieweit die von der BVV T-S am 16.12.2009 für das 1. Quartal 2010 beschlossene Bürgerversammlung mehr Klarheit bringt. Es bleibt auch abzuwarten, wie wir als seit Jahren aktiver Kiezakteur in die von der BVV T-S ebenfalls am 16.12.2009 beschlossenen Werkstattgespräche für den Grünzug Südgelände-Gleisdreieck-Park eingebunden werden. Noch ist völlig unklar, wie die Werkstattgespräche strukturiert werden sollen, wie kommunziert und beteiligt wird. Eine von der AIF-Bautzener Straße für das Brachflächengebiet entlang der Bautzener Straße geforderte eigene Zukunftswerkstatt wollte das Bezirksamt nicht. Auch die Fraktionen der BVV T-S wollten sich stattdessen liebver auf die Oben erwahnten Werkstattgespräche konzentrieren. Nur: Die müssen auch mit den richtigen Akteuren und den richtigen Fragestellungen stattfinden…

    Die AIF-Bautzener Straße wird ihr nächstes Treffen am 15.1.2010 haben und dort u.a. auch folgende Punkte diskutieren:
    – Werkstattgespräch -BVV-beschluss v. 16.12.2009: Was wollen wir?
    – Wie können wir unverzüglich die Medienöffentlichkeit auf das ehemalige Bahngelände (= Flaschenhals = westlich und östlich der Bahngleise ) aufmerksam machen und hinführen?
    – Wie können wir eine kleine Kampagne aufbauen, dass wir gegen jede weitere Beschneidung von Natur und gegen jede weitere Baumfällung sind und aktiv dagegen auftreten werden?

    Meine persönliche Meinung:
    Wir sollten jetzt nicht alleine Offene Briefe schreiben und darauf hoffen, sondern ganz praktisch uns zusammen setzen und Mittel und Maßnahmen überlegen, wie wir
    negative Entwicklungen (= Minderung Natur und Fällung von Büumen usw.= Z.B. gibt es da inzwischen Füchse und Falken und vielerlei Getier) südlich der Yorckbrücken bis Monumentenbrücke verhindern!

    Hierzu sollten wir noch im Januar 2010 zusammen kommen!

    Mit herzlichen Grüßen
    Erko

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