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	<title>Comments on: Kein Fußball im Gleisdreieck-Park?</title>
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	<description>Informationen und Meinungen rund ums Berliner Gleisdreieck</description>
	<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 11:39:26 +0000</pubDate>
	
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		<title>By: matthias bauer</title>
		<link>http://gleisdreieck-blog.de/2009/12/17/kein-fusball-im-gleisdreieck-park/comment-page-1/#comment-335</link>
		<dc:creator>matthias bauer</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 11:23:04 +0000</pubDate>
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		<description>Nachtrag 25. 01. 2010:

Möglichkeiten der Lokalisierung eines Großspielfeldes zwischen den beiden Hochbahntrassen im Westteil des Parks, Schreiben der Senatsverwaltung vom 01-12-2009

http://gleisdreieck-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/schreiben-senat-01-12-2009.pdf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag 25. 01. 2010:</p>
<p>Möglichkeiten der Lokalisierung eines Großspielfeldes zwischen den beiden Hochbahntrassen im Westteil des Parks, Schreiben der Senatsverwaltung vom 01-12-2009</p>
<p><a href="http://gleisdreieck-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/schreiben-senat-01-12-2009.pdf">http://gleisdreieck-blog.de/wordpress/wp-content/uploads/schreiben-senat-01-12-2009.pdf</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Norbert Rheinlaender</title>
		<link>http://gleisdreieck-blog.de/2009/12/17/kein-fusball-im-gleisdreieck-park/comment-page-1/#comment-323</link>
		<dc:creator>Norbert Rheinlaender</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 14:28:12 +0000</pubDate>
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		<description>Zur Historie:
Die Ausgangslage für die Diskussion um die Sportfelder

Schöneberg hatte bereits in den 80er Jahren seinen Sportfelderbedarf auf der benachbarten Kreuzberger Fläche geplant, mal ein Großsportfeld mit 400m-Bahn und einem großen Fußballplatz im Yorckdreieck, mal auf dem nördlichen Zipfel des Potsdamer Güterbahnhofs und ein Freibad im Yorckdreieck. Das Symbol für den großen Fußballplatz wurde dann schließlich vom nördlichen Teil in Höhe der Lützowstraße weiter nach Süden verlegt (siehe Symbol im Flächennutzungsplan ’98).
1994 hatten die Sportämter von Kreuzberg, Schöneberg und Tiergarten aus ihren Bezirken einen rechnerischen Bedarf von 2 ungedeckten und einer gedeckten Sportanlage mit einem Flächenbedarf von 4,1 ha zusammengetragen. Diesen projezierten sie auf die zukünftige Parkfläche des Potsdamer Güterbahnhofs, genauer: südlich der U 2 auf die Fläche, die westlich neben den Gleisinseln liegt, auf der sich die Kleingartenkolonie der Eisenbahnlandwirtschaft (POG) seit dem letzten Krieg befindet.
Da von Vornherein feststand, dass die Sportflächen nicht aus den Ausgleichs- und Ersatz-Mitteln (A- und E-Mittel) der Investoren rund um den Potsdamer- und Leipziger Platz finanziert werden können, bemühte sich der Kreuzberger Baustadtrat und Bürgermeister Franz Schulz um eine zusätzliche Fläche, die offiziell nicht zum Park gehört. So wurde parallel, aber außerhalb des Städtebaulichen Vertrags des Senats mit der Vivico die 5 Baugrundstücke nördlich der Yorckstraße (mit der ARAL-Tankstelle) gegen die 4,1 ha große Grünfläche eingetauscht. Allerdings hat offenbar das Planungsamt die Eignung dieser Fläche für diese Nutzung nicht geprüft. Die maßstabgerechte Einpassung der Sportfelder in den Plan hätte gezeigt, dass dies planerisch nicht möglich ist, ganz abgesehen von der Erschließung und dem notwendigen Lärmabstand zur Wohnbebauung.
Als die AG Gleisdreieck auf die an diesem Ort bedrohte 50 Jahre real existierende Kleingartenkolonie hinwies, die einzige in Kreuzberg, wurde sie auf das Jahr 2014 vertröstet, weil vorher kein Geld in Sicht war und sich somit am gegenwärtigen Zustand nichts ändern würde. Das geschah erst durch die Initiative der Kreuzberger Baustadträtin Sigrid Klebba, die sich anlässlich der Beschwerden des 30jährigen Jubiläums des als Kreuzberger Integrationsvereins empfundenen Fußballvereins Türkiyemspor in der Presse bemüßigt fühlte, endlich etwas für diesen Verein zu tun, indem sie ihm zu einer festen Trainingsstätte verhilft.
Die AG Gleisdreieck hatte jahrelang darauf hingewiesen, dass niemandem der Anwohner klargemacht werden konnte, dass man eine hochwertige Grünfläche (nämlich die Kleingartenkolonie mit einer enormen Biomasse) zugunsten einer Sportfläche beseitigen und gleich nebendran, wo durch die jahrelange Einrichtung für die Baulogistik kaum noch eine Pflanze stand, auf einer leeren Fläche wertvolle A- und E-Mittel eingesetzt werden sollten, um für die überproportionale Bebauung rund um den Potsdamer- und Leipziger Platz einen grünen Ausgleich in Form einer aufwändig gestalteten Grünfläche zu verwandeln. 
Doch erst durch die mediale Präsenz der POG-Kleingartenkolonie änderte sich der Wind, die sich ebenfalls als Integrationsprojekt, zudem als einzige Kreuzberger Kleingartenkolonie präsentierte. Durch die Anerkennung der Höherwertigkeit der vorhandenen Grünoase, des Flächenmangels für die von den drei Bezirken geforderten Sporteinrichtungen und durch die schlechten Bedingungen an diesem Ort wurde schließlich auch den zuständigen Behörden die Unverträglichkeit klar, dass nicht einmal ein einziges Sportfeld an diesem Ort Platz finden kann. Somit galt die Frage der Einrichtung der Sportfelder auf dem Westparkgelände als unlösbar.
Zur Rettung der Kleingärten sollten jetzt die Sportfelder weichen. Da der Parkentwurf nur mit A- und E-Mitteln realisiert werden kann, mit denen keine Sportfelder finanziert werden können, wurde der Schluss gezogen, dass sich Kleingärten und Sportfelder nicht zusammen realisieren lassen. Wegen des anstehenden 30jährigen Türkiyemspor-Jubiläums fühlte sich der Bezirk Kreuzberg unter Druck, einen Antrag auf überbezirkliche Mittel zu stellen. Da diese Mittel für die Realisierung der Sportfelder die Kleingartenkolonie erneut gefährdeten, wollte niemand im politischen Raum durch die Bevorzugung des Kleingartengrüns diesem konkreten Verein (weitgehend als Kreuzberger Einrichtung empfunden) und dem Landessportbund (LSB) demonstrieren: ihr seid nachrangig oder hier unerwünscht und so suchten viele engagierte Menschen nach einer Ausweglösung.

Da nach Information des LSB für nicht wettkampfgerechte Sportfelder keine öffentlichen Gelder beantragt werden können, blieb nur die Prüfung der Realisierungschancen von einem einzigen wettkampfgerechten Sportfeld für den Vereinssport, obwohl dieser sich damit nicht zufrieden geben will.
Der wettkampfmäßige Vereinssport benötigt allerdings eine große Fläche, 
•	die andere Parkbesucher und Sporttreibende ausschließt bzw. diesen vorenthält
•	die sich nicht unbedingt mit der Parkidee der AG Gleisdreieck vereinbaren lässt
•	die sich nicht in den Wettbewerbsentwurf integrieren lässt
•	die vorrangig einer relativ geringen Menge an männlichen Vereinssport-Mitgliedern zugute kommt und Unorganisierte ausschließt
•	die eine gewisse aufwändige Infrastruktur mit entsprechenden Beeinträchtigungen der unmittelbaren Nachbarn und Parkbesucher beinhaltet, die einem ruhigen Erholungspark entgegensteht (Veranstaltungslärm, Flutlichtanlage, Anfahrwege, Parkplätze, Vereinsgebäude)
•	die eine Versiegelung einer Fläche von mind. 1 ha bedeutet u.a.m..
Aus diesen Bedingungen heraus wurde – um sich nicht den Vorwurf der Parteilichkeit, Sportfeindschaft oder gar Ausländerfeindlichkeit gegenüber dem LSB und Türkiyemspor vorwerfen zu lassen – der Vorschlag angesprochen, dass die Möglichkeit eine Sportfelds im Westpark nur auf der großen Rasenfläche denkbar erscheint; damit wäre allerdings das Wettbewerbsergebnis hinfällig – vorbehaltlich einer Prüfung aller vertraglichen, baurechtlichen und finanziellen Gegebenheiten. Von den Bedingungen her ist nur ein einziges wettkampfgerechtes Sportfeld westlich der Freihaltefläche für die Potsdamer Stammbahn und die S 21 und auf Kosten der großen Rasenfläche möglich – und damit einer von den Investoren finanzierten Grünfläche. Dadurch wäre eine Verschiebung bzw. Neuausweisung einer Teilfläche für die Investition von A- und E-Mitteln in unmittelbarer Nähe notwendig. Ob die geschlossenen Verträge (Notenwechsel der Reichsbahn von 1994, Städtebaulicher Vertrag mit den Investoren rund um den Potsdamer- und Leipziger Platz von 1994 sowie der Städtebauliche Vertrag mit der Vivico von 2005) eine solche Möglichkeit überhaupt zulässt, soll jetzt geprüft werden. Außerdem muss planerisch geprüft werden ob alle Abstandsmaße, Erschließungsqualitäten und Umweltbedingungen eingehalten werden können. Außerdem wäre da noch zu prüfen, ob ein überbezirklicher Dringlichkeitsantrag unter 5,5 Mio. € liegen darf, weil nur ein Stadion gebaut werden könnte, das in jedem Fall billiger ist (zwischen 2,5 und 4 Mio. €).
Dass weder die Senatsverwaltung noch die Grün Berlin GmbH sich für diese Zusatzarbeiten begeistern kann, liegt daran, dass mehrere Vertragspakete (u.a. mit 16 Investoren) juristisch geprüft und evtl. wieder aufgeschnürt werden müssten und nicht absehbar ist, ob sich dieser enorme Aufwand lohnt.
Damit würden auch grundsätzliche Fragen neu aufgeworfen:
Für die Kreuzberger aktiven Fußballer und ihre Fans liegt das Sportfeld am extremen Rand von Kreuzberg. Wirkt sich das auf die Mitglieder und Fußballfans aus? Sportfelder auf dem Tempelhofer Feld (dort ist genügend Platz für alle 3 gewünschten Sportfelder und mehr!) könnten ca. 1/3 näher liegen und sind vor allem vom Türkiyemspor-Vereinssitz am Kottbusser Tor aus leichter und schneller zu erreichen. 
Würde der Sportlobby nachgegeben, stellten sich wieder neue Fragen:
•	Der verbleibende Westpark würde sich auf zwei mehr oder weniger Randbereiche beschränken, die nur noch als ein „Sportfeldbegleitgrün“ empfunden werden könnten, da ein Mittelpunkt eines Parks dann völlig fehlen würde.
•	In welchem Verhältnis stände das Sportfeld mit seinem hohen Ballfangzaun (8 m hoch) zu dem Fernblick (vom Büro Loidl „die große Weite“ genannt)? Würde dieser Zaun als optische Sperre empfunden?
•	Wie würden andere Fußballvereine darauf reagieren? andere Sportbegeisterte? die Erholungssuchenden?
•	Haben wir durch den „Kompromiss“ die Sportler und deren Lobby gewonnen oder deren Interessen befriedigt, da doch erst alle drei Sportfelder den gröbsten Bedarf der drei Bezirksteile Kreuzberg-West, Schöneberg-Nord und Tiergarten-Süd decken könnten?
•	Wie wird das restliche Sportflächen-Defizit gedeckt?
•	Könnte eine Einpassung eines Großsportfeldes die Anwohnerinteressen nach Ruhe berücksichtigen?
•	Wären damit Kleinspielfelder (Bolzplätze, sog. „Käfige“) überflüssig? 
•	Würden die nördlichen Kolonieparzellen alle überleben? und viele mehr.

Bei meiner Diskussionsleitung der Initiativenplattform am 3. 11. 09 habe ich leider nicht hinbekommen, dass in der Diskussion unterschieden wird, dass die Prüfung einer Idee noch keine Entscheidung beinhaltet. Und dass man dann immer noch die Strategie diskutieren kann und sollte. Bei dem schlechten Informationsstand der Diskussionsteilnehmer zeigte sich, dass viele Kleingärtner beabsichtigten, das Sportfeld vor ihrer „Haustür“ zu akzeptieren, um die gesamte Kolonie zu retten. Die Fragen nach der Bedarfsdeckung der sportlichen Bedürfnisse der Anwohner wurden dadurch nicht ausführlich diskutiert, da mit der Finanzierungsfrage der Sportfelder auch klar war, dass keine „kleinere Lösung“ in Frage kommt. In Wirklichkeit kann und sollte man aber auch diese Frage beim Runden Tisch Sport zur Debatte stellen. Für die Kleingärtner geht es vorrangig um die Existenz ihrer Kolonie, nicht um die Frage: Wer soll welchen Sport vor Ort ausüben können und wo sind die (besten oder besseren) Bedingungen gegeben? Und bei einer „großen Lösung“ (d.h. großes Sportfeld) muss allen Beteiligten klar werden, dass diese nur auf Kosten der (nördlichen) Kleingärten gehen kann. 
Ich denke, niemand der politischen Vertreter will in dem Konflikt sich mit dem LSB anlegen oder gar sportfeindlich nennen lassen. Jeder will das Gesicht wahren und somit läuft alles auf eine solche Entscheidung hinaus. Absehbar ist dann in etwa die Entscheidung: Erhalt der südlichen Kleingärten und nördlich der U 2 nur das Großsportfeld. Ob uns das als die „richtige“ Entscheidung vorkommt? Letztendlich wird die BVV diesen politischen Konflikt lösen müssen – es sei denn, der Senator für Inneres, der auch für Sport zuständig ist, reißt eine solche Entscheidung an sich – oder die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Wer möchte den Buhmann spielen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Historie:<br />
Die Ausgangslage für die Diskussion um die Sportfelder</p>
<p>Schöneberg hatte bereits in den 80er Jahren seinen Sportfelderbedarf auf der benachbarten Kreuzberger Fläche geplant, mal ein Großsportfeld mit 400m-Bahn und einem großen Fußballplatz im Yorckdreieck, mal auf dem nördlichen Zipfel des Potsdamer Güterbahnhofs und ein Freibad im Yorckdreieck. Das Symbol für den großen Fußballplatz wurde dann schließlich vom nördlichen Teil in Höhe der Lützowstraße weiter nach Süden verlegt (siehe Symbol im Flächennutzungsplan ’98).<br />
1994 hatten die Sportämter von Kreuzberg, Schöneberg und Tiergarten aus ihren Bezirken einen rechnerischen Bedarf von 2 ungedeckten und einer gedeckten Sportanlage mit einem Flächenbedarf von 4,1 ha zusammengetragen. Diesen projezierten sie auf die zukünftige Parkfläche des Potsdamer Güterbahnhofs, genauer: südlich der U 2 auf die Fläche, die westlich neben den Gleisinseln liegt, auf der sich die Kleingartenkolonie der Eisenbahnlandwirtschaft (POG) seit dem letzten Krieg befindet.<br />
Da von Vornherein feststand, dass die Sportflächen nicht aus den Ausgleichs- und Ersatz-Mitteln (A- und E-Mittel) der Investoren rund um den Potsdamer- und Leipziger Platz finanziert werden können, bemühte sich der Kreuzberger Baustadtrat und Bürgermeister Franz Schulz um eine zusätzliche Fläche, die offiziell nicht zum Park gehört. So wurde parallel, aber außerhalb des Städtebaulichen Vertrags des Senats mit der Vivico die 5 Baugrundstücke nördlich der Yorckstraße (mit der ARAL-Tankstelle) gegen die 4,1 ha große Grünfläche eingetauscht. Allerdings hat offenbar das Planungsamt die Eignung dieser Fläche für diese Nutzung nicht geprüft. Die maßstabgerechte Einpassung der Sportfelder in den Plan hätte gezeigt, dass dies planerisch nicht möglich ist, ganz abgesehen von der Erschließung und dem notwendigen Lärmabstand zur Wohnbebauung.<br />
Als die AG Gleisdreieck auf die an diesem Ort bedrohte 50 Jahre real existierende Kleingartenkolonie hinwies, die einzige in Kreuzberg, wurde sie auf das Jahr 2014 vertröstet, weil vorher kein Geld in Sicht war und sich somit am gegenwärtigen Zustand nichts ändern würde. Das geschah erst durch die Initiative der Kreuzberger Baustadträtin Sigrid Klebba, die sich anlässlich der Beschwerden des 30jährigen Jubiläums des als Kreuzberger Integrationsvereins empfundenen Fußballvereins Türkiyemspor in der Presse bemüßigt fühlte, endlich etwas für diesen Verein zu tun, indem sie ihm zu einer festen Trainingsstätte verhilft.<br />
Die AG Gleisdreieck hatte jahrelang darauf hingewiesen, dass niemandem der Anwohner klargemacht werden konnte, dass man eine hochwertige Grünfläche (nämlich die Kleingartenkolonie mit einer enormen Biomasse) zugunsten einer Sportfläche beseitigen und gleich nebendran, wo durch die jahrelange Einrichtung für die Baulogistik kaum noch eine Pflanze stand, auf einer leeren Fläche wertvolle A- und E-Mittel eingesetzt werden sollten, um für die überproportionale Bebauung rund um den Potsdamer- und Leipziger Platz einen grünen Ausgleich in Form einer aufwändig gestalteten Grünfläche zu verwandeln.<br />
Doch erst durch die mediale Präsenz der POG-Kleingartenkolonie änderte sich der Wind, die sich ebenfalls als Integrationsprojekt, zudem als einzige Kreuzberger Kleingartenkolonie präsentierte. Durch die Anerkennung der Höherwertigkeit der vorhandenen Grünoase, des Flächenmangels für die von den drei Bezirken geforderten Sporteinrichtungen und durch die schlechten Bedingungen an diesem Ort wurde schließlich auch den zuständigen Behörden die Unverträglichkeit klar, dass nicht einmal ein einziges Sportfeld an diesem Ort Platz finden kann. Somit galt die Frage der Einrichtung der Sportfelder auf dem Westparkgelände als unlösbar.<br />
Zur Rettung der Kleingärten sollten jetzt die Sportfelder weichen. Da der Parkentwurf nur mit A- und E-Mitteln realisiert werden kann, mit denen keine Sportfelder finanziert werden können, wurde der Schluss gezogen, dass sich Kleingärten und Sportfelder nicht zusammen realisieren lassen. Wegen des anstehenden 30jährigen Türkiyemspor-Jubiläums fühlte sich der Bezirk Kreuzberg unter Druck, einen Antrag auf überbezirkliche Mittel zu stellen. Da diese Mittel für die Realisierung der Sportfelder die Kleingartenkolonie erneut gefährdeten, wollte niemand im politischen Raum durch die Bevorzugung des Kleingartengrüns diesem konkreten Verein (weitgehend als Kreuzberger Einrichtung empfunden) und dem Landessportbund (LSB) demonstrieren: ihr seid nachrangig oder hier unerwünscht und so suchten viele engagierte Menschen nach einer Ausweglösung.</p>
<p>Da nach Information des LSB für nicht wettkampfgerechte Sportfelder keine öffentlichen Gelder beantragt werden können, blieb nur die Prüfung der Realisierungschancen von einem einzigen wettkampfgerechten Sportfeld für den Vereinssport, obwohl dieser sich damit nicht zufrieden geben will.<br />
Der wettkampfmäßige Vereinssport benötigt allerdings eine große Fläche,<br />
•	die andere Parkbesucher und Sporttreibende ausschließt bzw. diesen vorenthält<br />
•	die sich nicht unbedingt mit der Parkidee der AG Gleisdreieck vereinbaren lässt<br />
•	die sich nicht in den Wettbewerbsentwurf integrieren lässt<br />
•	die vorrangig einer relativ geringen Menge an männlichen Vereinssport-Mitgliedern zugute kommt und Unorganisierte ausschließt<br />
•	die eine gewisse aufwändige Infrastruktur mit entsprechenden Beeinträchtigungen der unmittelbaren Nachbarn und Parkbesucher beinhaltet, die einem ruhigen Erholungspark entgegensteht (Veranstaltungslärm, Flutlichtanlage, Anfahrwege, Parkplätze, Vereinsgebäude)<br />
•	die eine Versiegelung einer Fläche von mind. 1 ha bedeutet u.a.m..<br />
Aus diesen Bedingungen heraus wurde – um sich nicht den Vorwurf der Parteilichkeit, Sportfeindschaft oder gar Ausländerfeindlichkeit gegenüber dem LSB und Türkiyemspor vorwerfen zu lassen – der Vorschlag angesprochen, dass die Möglichkeit eine Sportfelds im Westpark nur auf der großen Rasenfläche denkbar erscheint; damit wäre allerdings das Wettbewerbsergebnis hinfällig – vorbehaltlich einer Prüfung aller vertraglichen, baurechtlichen und finanziellen Gegebenheiten. Von den Bedingungen her ist nur ein einziges wettkampfgerechtes Sportfeld westlich der Freihaltefläche für die Potsdamer Stammbahn und die S 21 und auf Kosten der großen Rasenfläche möglich – und damit einer von den Investoren finanzierten Grünfläche. Dadurch wäre eine Verschiebung bzw. Neuausweisung einer Teilfläche für die Investition von A- und E-Mitteln in unmittelbarer Nähe notwendig. Ob die geschlossenen Verträge (Notenwechsel der Reichsbahn von 1994, Städtebaulicher Vertrag mit den Investoren rund um den Potsdamer- und Leipziger Platz von 1994 sowie der Städtebauliche Vertrag mit der Vivico von 2005) eine solche Möglichkeit überhaupt zulässt, soll jetzt geprüft werden. Außerdem muss planerisch geprüft werden ob alle Abstandsmaße, Erschließungsqualitäten und Umweltbedingungen eingehalten werden können. Außerdem wäre da noch zu prüfen, ob ein überbezirklicher Dringlichkeitsantrag unter 5,5 Mio. € liegen darf, weil nur ein Stadion gebaut werden könnte, das in jedem Fall billiger ist (zwischen 2,5 und 4 Mio. €).<br />
Dass weder die Senatsverwaltung noch die Grün Berlin GmbH sich für diese Zusatzarbeiten begeistern kann, liegt daran, dass mehrere Vertragspakete (u.a. mit 16 Investoren) juristisch geprüft und evtl. wieder aufgeschnürt werden müssten und nicht absehbar ist, ob sich dieser enorme Aufwand lohnt.<br />
Damit würden auch grundsätzliche Fragen neu aufgeworfen:<br />
Für die Kreuzberger aktiven Fußballer und ihre Fans liegt das Sportfeld am extremen Rand von Kreuzberg. Wirkt sich das auf die Mitglieder und Fußballfans aus? Sportfelder auf dem Tempelhofer Feld (dort ist genügend Platz für alle 3 gewünschten Sportfelder und mehr!) könnten ca. 1/3 näher liegen und sind vor allem vom Türkiyemspor-Vereinssitz am Kottbusser Tor aus leichter und schneller zu erreichen.<br />
Würde der Sportlobby nachgegeben, stellten sich wieder neue Fragen:<br />
•	Der verbleibende Westpark würde sich auf zwei mehr oder weniger Randbereiche beschränken, die nur noch als ein „Sportfeldbegleitgrün“ empfunden werden könnten, da ein Mittelpunkt eines Parks dann völlig fehlen würde.<br />
•	In welchem Verhältnis stände das Sportfeld mit seinem hohen Ballfangzaun (8 m hoch) zu dem Fernblick (vom Büro Loidl „die große Weite“ genannt)? Würde dieser Zaun als optische Sperre empfunden?<br />
•	Wie würden andere Fußballvereine darauf reagieren? andere Sportbegeisterte? die Erholungssuchenden?<br />
•	Haben wir durch den „Kompromiss“ die Sportler und deren Lobby gewonnen oder deren Interessen befriedigt, da doch erst alle drei Sportfelder den gröbsten Bedarf der drei Bezirksteile Kreuzberg-West, Schöneberg-Nord und Tiergarten-Süd decken könnten?<br />
•	Wie wird das restliche Sportflächen-Defizit gedeckt?<br />
•	Könnte eine Einpassung eines Großsportfeldes die Anwohnerinteressen nach Ruhe berücksichtigen?<br />
•	Wären damit Kleinspielfelder (Bolzplätze, sog. „Käfige“) überflüssig?<br />
•	Würden die nördlichen Kolonieparzellen alle überleben? und viele mehr.</p>
<p>Bei meiner Diskussionsleitung der Initiativenplattform am 3. 11. 09 habe ich leider nicht hinbekommen, dass in der Diskussion unterschieden wird, dass die Prüfung einer Idee noch keine Entscheidung beinhaltet. Und dass man dann immer noch die Strategie diskutieren kann und sollte. Bei dem schlechten Informationsstand der Diskussionsteilnehmer zeigte sich, dass viele Kleingärtner beabsichtigten, das Sportfeld vor ihrer „Haustür“ zu akzeptieren, um die gesamte Kolonie zu retten. Die Fragen nach der Bedarfsdeckung der sportlichen Bedürfnisse der Anwohner wurden dadurch nicht ausführlich diskutiert, da mit der Finanzierungsfrage der Sportfelder auch klar war, dass keine „kleinere Lösung“ in Frage kommt. In Wirklichkeit kann und sollte man aber auch diese Frage beim Runden Tisch Sport zur Debatte stellen. Für die Kleingärtner geht es vorrangig um die Existenz ihrer Kolonie, nicht um die Frage: Wer soll welchen Sport vor Ort ausüben können und wo sind die (besten oder besseren) Bedingungen gegeben? Und bei einer „großen Lösung“ (d.h. großes Sportfeld) muss allen Beteiligten klar werden, dass diese nur auf Kosten der (nördlichen) Kleingärten gehen kann.<br />
Ich denke, niemand der politischen Vertreter will in dem Konflikt sich mit dem LSB anlegen oder gar sportfeindlich nennen lassen. Jeder will das Gesicht wahren und somit läuft alles auf eine solche Entscheidung hinaus. Absehbar ist dann in etwa die Entscheidung: Erhalt der südlichen Kleingärten und nördlich der U 2 nur das Großsportfeld. Ob uns das als die „richtige“ Entscheidung vorkommt? Letztendlich wird die BVV diesen politischen Konflikt lösen müssen – es sei denn, der Senator für Inneres, der auch für Sport zuständig ist, reißt eine solche Entscheidung an sich – oder die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Wer möchte den Buhmann spielen?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Achim</title>
		<link>http://gleisdreieck-blog.de/2009/12/17/kein-fusball-im-gleisdreieck-park/comment-page-1/#comment-312</link>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 13:19:25 +0000</pubDate>
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		<description>Dass die Fussballfrauschaften Vereinssportplätze nutzen, sei unbestritten; dass aber auf allgemein zugänglichen Bolzplätzen - Rollenklischees hin oder her - die Mädchen eine verschwindende Minderheit stellen, zeigen nicht nur eigene Beobachtungen, sondern auch empirische Umfragen unter Xhainer SchülerInnen, die demnächst vielleicht aufbereitet und veröffentlicht werden. 

Das "ewige Nomadendasein" von VereinsfußballerInnen, das natürlich zum Himmel schreit, sollte dennoch nach Möglichkeit nicht mittels Landnahme auf Kosten von Kleingärten, begleitender Gehölz- und Ruderalvegetation sowie einer naturnah zu gestaltenden Grünfläche in einem mit derlei Pretiosen bekanntermaßen chronisch unterversorgten Bezirk geändert werden. - Das wäre dann wirklich eine fragwürdige privilegierte Nutzung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Fussballfrauschaften Vereinssportplätze nutzen, sei unbestritten; dass aber auf allgemein zugänglichen Bolzplätzen - Rollenklischees hin oder her - die Mädchen eine verschwindende Minderheit stellen, zeigen nicht nur eigene Beobachtungen, sondern auch empirische Umfragen unter Xhainer SchülerInnen, die demnächst vielleicht aufbereitet und veröffentlicht werden. </p>
<p>Das &#8220;ewige Nomadendasein&#8221; von VereinsfußballerInnen, das natürlich zum Himmel schreit, sollte dennoch nach Möglichkeit nicht mittels Landnahme auf Kosten von Kleingärten, begleitender Gehölz- und Ruderalvegetation sowie einer naturnah zu gestaltenden Grünfläche in einem mit derlei Pretiosen bekanntermaßen chronisch unterversorgten Bezirk geändert werden. - Das wäre dann wirklich eine fragwürdige privilegierte Nutzung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Alexa Kaufhof</title>
		<link>http://gleisdreieck-blog.de/2009/12/17/kein-fusball-im-gleisdreieck-park/comment-page-1/#comment-311</link>
		<dc:creator>Alexa Kaufhof</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 00:32:53 +0000</pubDate>
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		<description>Also ich seh' hier überall Fußballplätze. Muß wohl an meiner Brille liegen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also ich seh&#8217; hier überall Fußballplätze. Muß wohl an meiner Brille liegen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Warhead</title>
		<link>http://gleisdreieck-blog.de/2009/12/17/kein-fusball-im-gleisdreieck-park/comment-page-1/#comment-308</link>
		<dc:creator>Warhead</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 01:43:31 +0000</pubDate>
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		<description>Nach meiner Beobachtung wird der Kunstrasenplatz am Anhalter von den Mädchen und Frauenmannschaften von Tur Abdin ebenso genutzt wie von den Jungs,und die Mädchen und Frauenmann/Frauschaften von Türkyem sind auch gut dabei,sind aber genauso wie die Männer zu ewigen Nomadendasein verurteilt wenn sich nicht mal was ändert</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nach meiner Beobachtung wird der Kunstrasenplatz am Anhalter von den Mädchen und Frauenmannschaften von Tur Abdin ebenso genutzt wie von den Jungs,und die Mädchen und Frauenmann/Frauschaften von Türkyem sind auch gut dabei,sind aber genauso wie die Männer zu ewigen Nomadendasein verurteilt wenn sich nicht mal was ändert</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Alexa Kaufhof</title>
		<link>http://gleisdreieck-blog.de/2009/12/17/kein-fusball-im-gleisdreieck-park/comment-page-1/#comment-307</link>
		<dc:creator>Alexa Kaufhof</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 14:35:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://gleisdreieck-blog.de/?p=945#comment-307</guid>
		<description>Hoffentlich veranlaßt das Matthias nicht dazu, jetzt auch noch einen Strick- und Häkelplatz zu planen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hoffentlich veranlaßt das Matthias nicht dazu, jetzt auch noch einen Strick- und Häkelplatz zu planen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Baumfee</title>
		<link>http://gleisdreieck-blog.de/2009/12/17/kein-fusball-im-gleisdreieck-park/comment-page-1/#comment-303</link>
		<dc:creator>Baumfee</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 14:42:01 +0000</pubDate>
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		<description>Sprich bitte nicht von Jugendliche sondern Jungs. Nach allgemeiner Beobachtung nutzen sehr wenige Mädchen solche Boltzplätze!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sprich bitte nicht von Jugendliche sondern Jungs. Nach allgemeiner Beobachtung nutzen sehr wenige Mädchen solche Boltzplätze!</p>
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	</item>
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