Bautzener Strasse: Bretter vorm Kopf

Bisher war der weite Blick über das Bahngelände das Besondere an den Wohnungen der Bautzener Strasse. Geht es nach der Vivico, der das brachliegende Grundstück auf der Ostseite der Bautzener Straße gehört,  ist nun für den Teil der Bautzener zwischen Großgörschen- und Yorckstraße bald Schluß mit dem freien Blick. Die Vivico möchte das Grundstück an einen Investor geben, der ein 85 m langes, 5geschossiges Selfstorage-Gebäude errichten möchte.

Im Gegenzug für den Bau des Selfstorage, bietet der Investor eine Durchwegung der Grundstücks an, das dann über die ehemalige Militärbrücke über die Yorckstraße hinweg mit dem Gleisdreieckpark verbunden würde. Pickens, der Investor des Selfstorage, betreibt Lagerräume, die an einzelne Nutzer vermietet werden. Ein Beispiel ist  hier in Berlin zu sehen zwischen Oberlandstrasse und Stadtautobahn, also an einem Ort, der aufgrund der Lärm- und Abgasbelastung zum Wohnen nicht geeignet ist. An der Bautzener Strasse  liegt der Fall anders. Hier wird ein einfaches Wohngebiet, das durch das Quartiersmanagement in den letzten Jahren sorgsam gefördert wurde, visuell vom entstehenden Park auf dem Gleisdreieck und dem Flaschenhals abgetrennt.
Die Bewohner von Schöneberg Nord haben besseres verdient. Der Zugang zum Park sollte nicht mit 85 m langen Brettern vorm Kopf bezahlt werden müssen.

Am kommenden Donnerstag, 17. 09. 2009  von 19 bis 21 Uhr findet in der Blues-Garage (Monumenten/Ecke Hochkirchstrasse) ein Infoveranstaltung zum Für und Wider statt.

Infobroschüre, Lageplan und Ansichten des  Selfstorage an der Bautzener Strasse, PDF-Dokument

Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.