Sommerliche Blumenwiese

Von selbst ist auf der Rampe über dem Eisenbahntunnel am U-Bahnhof Gleisdreieck eine Blumenwiese entstanden – welch ein Anblick – eine Almwiese mitten in der Stadt mit Blick auf den Potsdamer Platz. Und welch eine Geräuschkulisse: die Insekten machen ihre Hummelmusik, die gelegentlich vom Quietschen der Hochbahnen oder Rauschen der Intercitys übertönt wird.

Sommerlich3e Blumenwiese auf der Rampe über dem Eisbahntunnel, nähre U-Bahnhof Gleisdreieck
Sommerliche Blumenwiese auf der Rampe über dem Eisenbahntunnel, nähe U-Bahnhof Gleisdreieck

Nur was werden die Parkplaner von Grün Berlin und Atelier Loidl dazu sagen? Das Geschenk annehmen, die Fläche einfach so lassen? Schwer vorstellbar. Demnächst mehr an dieser Stelle zu den Planungen für den Potsdamer Güterbahnhof.

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6 Kommentare zu “Sommerliche Blumenwiese

  1. Iiiiiiiihhhhhhh…schnell den Rasenmäher anwerfen,kann ja nicht sein das hier von selber was wächst,so wild und ganz ohne Kontrolle.

  2. Das erste Mal im Leben….

    Oweia, lieber Bauer Matze, oweia liebes Holgers (…chen – vielleicht auch ein Pseudonym?) jetzt bin ich ein Sympathisant, ein Senatsmaulwurf, eine Verräter gar (perfide heißt ja wohl verräterisch), habe Vorurteile (wer hat die nicht ausser Ihr natürlich).

    Wann werdet Ihr mich denunzieren, mich an die archaisch wirkenden Restmasten der alten Reichsbahn aufknüpfen (beeilt Euch sonst sie schon Opfer des Kahlschlags von Grün Berlin!), werdet mich als Opfer geben für eine utopisch grün spontanes Vegetationsgewirr in Sichtweite einer urdeutschen Almwiese unter untendrunter schmettern die Stahl-Aluminiumgeschosse auf deutschen Gleisen aus Kruppstahl…..

    Ich kann mich nicht erinnern, daß ich die ziemlich vermüllten Randbereiche als Begründung für ein Abräumen Eurer „Almwiese“ (vielleicht zäunt Ihr sie ein mit Stacheldraht) erwähnt habe.

    Und die wahrscheinlich bei mir vorhandenen Hintergrundinformationen bezüglich weiterer Planungen, sei es der „Kahlschlag“ der Spontanvegetation oder sei es der Errichtung eines Freilichtgroßkinos (der WB-Konzern läßt grüßen – das jüdische Großkapital zerstört unsere Almwiese – denkt Ihr etwa so?!)

    Die AlmwiesenRampe sehe ich nicht als Ruine, wie Ihr mir unterstellt.

    Darf man sich nicht einfach nur freuen, auf Grün, selbst wenn es gestaltet ist. Wunderschön ist es auf der Rampe am Morgen und am Abend, am besten zu zweit und Liebe zu machen.

    Make love!

    Es erstaunt mich sehr – Ihr wißt mehr darüber, was ich angeblich weiß, so daß es mich ängstigt, wo Ihr Eurer Wissen über mich wohl hernehmt.

  3. „Max Mumm“ hat sich leider nicht mit den Vorschlägen der AG Gleisdreieck und den Auswirkungen der nun durchgeführten Umgestaltung des Gleisdreiecks beschäftigt.
    Er zog es vor, den Versuch zu unternehmen, seinen „mumm“losen Auftritt mit platten Schlagwörtern wie „Ruinenromantik“ und „alternativer Verweigerungshaltung“ (er schrieb zwar von „alternativer Verweigerung“, was aber auch auf Wortfindungsschwierigkeiten hindeuten könnte) aufzupeppen.
    Es ist zu vermuten, dass „Max Mumm“ den ob ihrer Planung und Ausführung berechtigterweise und heftig in der Kritik stehenden Verantwortlichen etwas Schützenhilfe angedeihen lassen wollte, da es diese aus verständlichen Gründen nicht wagten und wagen, sich öffentlich damit auseinanderzusetzen.
    Denn ihre Verweigerungshaltung ist schon fast legendär und ein gutes Beispiel dafür, was sich Teile der Verwaltung unter dem sog. Dialog mit den Bürgern und Bürgerinnen vorstellen.
    Sie sitzen lieber in ihren Büros und jammern über die von ihnen so empfundene Ungerechtigkeit, dass sich viele AnwohnerInnen mit guten Argumenten gegen ihre naturvernichtende Tabula-rasa-Gestaltung aussprechen.
    Einen positiven Aspekt sehe allerdings auch ich: Es ist ihnen gelungen, sich mit rd. 12 Mio. € die Arbeitsplätze zu sichern und einige weitere zu schaffen.
    Mit dem bescheidenen und sehr umstrittenen Ergebnis ihrer Arbeit können sie daher bestimmt gut leben.
    So richtig glücklich wären sie vermutlich dann, wenn es ihnen gelingen würde, die ursprünglich vorhandene Qualität des Gleisdreiecks an Flora, Fauna und stadtgeschichtlicher Bedeutung vergessen machen zu lassen und dafür Leute (oder eine Werbeagentur) zu finden, die ihnen – ob ihrer sich verständlicherweise nicht von selbst einstellenden Erfolge – zudem noch Lorbeerkränze binden.
    Dann müssten sie sich nicht selber laufend auf die Schulter klopfen, was ja auf Dauer auch ermüdend ist.

  4. Also, was für ein Blödsinn!

    Das ist kein Almwiese!

    Das ist so wie sich Natur eben entwickelt, zugegebenermaßen ein schönes Stück Natur. Mich stört dieser ewige Gemäkel an den Planungen und was passiert wohl mit dem Stück „Almwiese“, wenn die Parkrealisierung weitergeht. Endlich passiert etwas – eine jahrzehntelange Brache, kommt zurück ins Bewußtsein der Stadt und wird zunehmend zur Erholung und Entspannung der angrenzenden Wohnbevökerung genutzt werden können…

    Hätte es diese alternative Verweigerung schon immer so gegeben, hätten wir heute keinen Tiergarten, keinen Friedrichshain, keine Rehberge, keine Jungfernheide… So schön Ruinenromantk ist, der ich auch von zu Zeit zu Zeit erliege, muß man nicht an jedem Relikt aus der Eisenbahnnutzung auf dem Gelände hängen. Gerade in vielen Bereich an der westlichen Grenze des Gebietes, entlang der Flottwell- / Dennewitzstrasse liegen viel Unrat und Müll, das erinnert mich mehr an Slums als an eine zentrale Fläche in der größten Stadt Deutschlands…

    Ich freue mich auf die Realisierung des Parks…

    1. Eine Premiere.
      Endlich schreibt hier auch mal ein Sympathisant von Grün Berlin unter dem phantasievollen Pseudonym „Max Mumm“. Und dabei sind auch gleich die Vorurteile mit ihm durchgegangen. Die Befürchtung, dass die Almwiese auf dem Tunnelmund durch die Parkplaner abgeräumt werden könnte, hat leider sehr reale Ursachen. Wahrscheinlich weiß Max Mumm auch genaueres über die Planungen für den Ort (Freiluftkino), will es aber an der Stelle nicht sagen. Stattdessen den Müll, der an Flottwellstraße herumliegt, als Begründung für ein mögliches Abräumen der Wiese anzuführen, ist perfide.
      Mit Ruinenromantik hat die Verteidigung der Almwiese nichts zu tun. Oder ist die Rampe über dem Eisenbahntunnel eine Ruine? Die Rampe wurden in den späten 90er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut. Bei der „Planfeststellung für die Verkehrsanlagen im Zentralen Bereich“ Anfang der 90er Jahre war diese Rampe übrigens nicht vorgesehen. Nach den damaligen Planungen sollte die Eisenbahntrasse erst ca. 250 m weiter nördlich gedeckelt werden. Es waren Bürgerinitiativen – damals Interessengemeinschaft Gleisdreieck – die 1995 in der öffentlichen Anhörung zur Planfeststellung vorgeschlagen haben, den Deckel über dem Tunnel weiter nach Süden zu ziehen, damit hier innerhalb des zukünftigen Parks eine Querung der Fläche in Ost-West-Richtung möglich wird. „Welcher Park?“ antwortete 1995 der Vertreter des Senatsbauverwaltung im Planfeststellungsverfahren, Herr von Bismarck, bewusst zynisch. Und „So was können nur Laien vorschlagen . . .“ hat der Vertreter der Deutschen Bahn getönt. Doch nur wenige Jahre später wurde dann genau das gebaut, was die Laien von der IG Gleisdreieck vorgeschlagen hatten. Soviel zu den Themen „Verweigerungshaltung“ und „zurück ins Bewusstsein der Stadt“.

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