Der Garten am Weißen Haus

„Das ist ein großer Tag, wir haben darüber gesprochen, seit wir hier eingezogen sind . . .“

sagte Michelle Obama, als sie gemeinsam mit Schülern einer Grundschule anfing, den gepflegten Rasen südlich des Weissen Hauses umzugraben. Dort sollen nun Beete angelegt werden. Der Lageplan zeigt Flächen für Salat, Spinat, Kräuter, Zwiebeln, Erbsen, Fenchel, Mangold und einiges mehr. Was dort wächst, soll im Weißen Haus auf den Tisch kommen und in Miriam’s Kitchen, die Nicht-Sesshafte in Washington DC versorgt. Mehr Infos auf der Seite des Weißen Hauses. Was für ein Zeichen an die Bewegung der Community Garden in den USA! Und in Berlin? Am Bethanien gibt es Streit um die Größe der Gärten und die grüne Stadträtin J. Kalepky ist der Meinung „Agrarwirtschaft hat in einem Parkraum nichts zu suchen“. Siehe taz vom 02. 03. 09. Am Gleisdreieck wurde der interkulturelle Garten aus der Nähe des zukünftigen Eingangs Hornstrasse vertrieben, einige der GärtnerInnen haben deprimiert aufgegeben, Teile des Gartens sind an den Rand an die Yorckbrücken verlagert worden – in ein Waldstückchen. 28 Bäume wurden dafür gefällt, das hat die Grün Berlin GmbH mit fast einem Jahr Verspätung zugegeben! (Protokoll, 27. Projekt. AG, Seite2) Und die Kleingärten im westlichen Teil des Gleisdreieck? Geht es nach dem Berliner Innensenator, wird dort ab 2011 der Verein Türkiyemspor sein Grundstück haben. Siehe taz vom 20. 03. 09. Rote und grüne Politiker wollen sich profilieren, indem sie mit einem multikulturellen Sportverein eine mulitkulturelle Kleingartenanlage zerschlagen. Warum wird nicht nach einer Lösung für Sport und für Gärten gesucht? Woher kommt diese Feindschaft gegen Gärten?
[mb 24. 03. 2009]

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